Wählen Sie KURIER als bevorzugte Google-Quelle

Ein emotionaler Meistertitel für den Post SV

Zum Abschluss einer turbulenten Saison darf der Post SV die Probleme beiseitelegen und feiern.
Post SV Meister

Von Fabio Tartarotti

„Ich habe zu Hause zwei Hunde, die ich über alles liebe, aber für einen Titel mit dem Post SV hätte ich sie beide sofort eingetauscht.“ Doch so weit musste es nicht kommen – Offensivspieler Marko Stojanovic durfte seine Haustiere behalten und mit Skibrille, zum Schutz vor den Champagnerduschen, ausgestattet den Aufstieg in die Wiener Stadtliga feiern. 

Nach dem 3:1-Erfolg gegen DSV Fortuna 05 am Donnerstagabend ist der Post SV nicht mehr von der Spitze der 2. Landesliga zu verdrängen. Am Ende einer Saison, die von sportlicher Dominanz einerseits und von existenziellen Sorgen andererseits geprägt war, steht ein hochemotionaler Meistertitel. „Ich kann es eigentlich nicht in Worte fassen. Seit wir abgestiegen sind, war es mein Traum und mein Ziel, dass wir wieder in die Wiener Stadtliga zurückkommen und nach drei Jahren ist es uns endlich gelungen“, sagte Vlado Ristic, sportlicher Leiter des Post SV im Anschluss an den Sieg. 

Der Hernalser Traditionsklub wird also im kommenden Jahr wieder in der höchsten Spielklasse der Hauptstadt spielen. Sollte man sich dort reetablieren können, gilt es bald eine Lösung für die Spielstätte zu finden. Mit Ende 2027, also zur Winterpause, läuft der Pachtvertrag für den Postsportplatz aus. Wo der Verein dann spielen wird steht noch in den Sternen. 

Für den Moment darf der Post SV aber die Sorgen beiseitelegen und feiern. „Ich bin unendlich stolz auf alle Trainer und Funktionäre und wirklich jeden einzelnen Spieler im Kader“, ganz so weit wie Didi Kühbauer will Ristic mit seinem Lob aber nicht gehen: „Ich glaube, wir haben Spieler, die ich adoptieren würde, manche eher weniger“, scherzte der sportliche Leiter, ehe er sich wieder den Feierlichkeiten mit der Mannschaft widmete. 

Kommentare