Norway vs Austria

© EPA / TERJE PEDERSEN

Sport Fußball
09/05/2020

"Extreme Schmerzen": Hinteregger als Pechvogel beim ÖFB-Erfolg

Der Start in der Nations League kostete das ÖFB-Team viel Kraft. Umso größer war der Jubel danach. Kleiner Wermutstropfen: Die Hinteregger-Verletzung.

Österreichs Teamchef Franco Foda war die Zufriedenheit über den gelungenen Start in die Nations League deutlich anzumerken. Dass es am Freitag in Oslo im ersten Länderspiel nach einer über neunmonatigen Corona-Pause trotz Probleme im Vorfeld zu einem verdienten 2:1-Auswärtssieg gegen Norwegen reichte, sorgte bei dem Deutschen für große Freude und sogar leichte Verwunderung.

"Ich war etwas überrascht, dass wir über 90 Minuten so ein hohes Tempo gegangen sind, das konnte man so nicht erwarten. Die Spieler sind mitten in der Vorbereitung und haben keinen Rhythmus, deshalb bin ich sehr stolz auf sie", erklärte Foda.

Norwegens Presse war über die 1:2-Niederlage gegen Österreich nicht begeistert gewesen. "Norwegens Riesenflop: Zum ersten Mal seit vier Jahren im Ullevaal(-Stadion) verloren - Erling Braut Haalands erstes Länderspieltor war nicht genug", schrieb die Zeitung Aftenposten.

Auch Verdens Gang (VG) beurteilte das Gebotene vor allem negativ. "Das tat weh, Lagerbäck! Das Gebotene war weder gut noch vielversprechend vor dem Spiel gegen Serbien. Zuschauen tat einfach nur weh - obwohl Haaland wieder scorte."

Einige seiner Akteure haben aufgrund der Corona-Pause und der dadurch verschobenen Europacup-Bewerbe nur wenige Trainingseinheiten in den Beinen, andere stecken mitten in der Vorbereitung. Zudem fehlten Stammspieler wie David Alaba, Marko Arnautovic, Konrad Laimer und Valentino Lazaro.

Austria vs North Macedonia

Bubentraum für Baumgartner

"Wir haben die Ausfälle in der Mannschaft nicht groß thematisiert, das gehört im Fußball dazu. Man muss das kompensieren", meinte Foda. In Abwesenheit diverser arrivierter ÖFB-Akteure machten andere auf sich aufmerksam, so etwa Debütant Christoph Baumgartner.

Für diesen ging ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung. "Mein erstes Spiel in der Nationalmannschaft war ein richtig geiles Gefühl. Das ist das, wovon ich als kleiner Bub immer geträumt habe", erzählte der Hoffenheim-Profi nach dem 2:1-Erfolg. 

As kleiner Wermutstropfen blieb die Tatsache, dass der Waldviertler gegen Norwegen zwei gute Gelegenheiten ausließ. "Im Abschluss hat noch der eine oder andere Zentimeter gefehlt, aber ich werde weiter Gas geben. Dann wird das erste Länderspiel-Tor auch kommen", versprach Baumgartner.

Hinteregger: "Wurde immer schlimmer"

Während sich der Deutschland-Legionär gegen die Rumänen berechtigte Hoffnungen auf einen neuerlichen Platz in der Startformation machen kann, wird Martin Hinteregger wohl ausfallen. Der erstmals als ÖFB-Kapitän eingelaufene Innenverteidiger wurde in der 40. Minute wegen einer Knöchelverletzung ausgetauscht.

MEDIENTERMIN DES ÖFB-TEAMS: HINTEREGGER

Die Verletzung zog er sich schon früh in der Partie zu, machte aber erst weiter. "Es wurde dann von Minute zu Minute immer schlimmer. Ich dachte kurz, ich kann mich in die Halbzeit retten, aber es wurde immer schlimmer. Und dann hat es keinen Sinn mehr gemacht. Beim Auswechseln waren es schon extreme Schmerzen. Was es genau ist, wissen wir noch nicht", so Hinteregger, bei dem eine starke Prellung im linken Sprunggelenk diagnostiziert wurde.

ÖFB-Team als verdienter Sieger

Freuen konnte sich derweil auch Torschütze Michael Gregoritsch. Er brachte das ÖFB-Team in der 35. Minute in Führung. "Wir haben das Spiel über weite Strecken dominiert. Nach dem 2:0 haben wir etwas zurückgeschalten, ihnen zu viel Platz gegeben, aber der Sieg geht in Ordnung", sagte der Stürmer nach dem Spiel. Das meint auch Verteidiger Stefan Posch: " Es war nicht einfach nach 10 Monaten wieder zusammenzuspielen, aber ich denke wir haben das sehr gut gemeistert und wir gehen auch als verdienter Sieger vom Platz."

Dass das Spiel aber auch viele Kräfte raubte merkte man vor allem in der Schlussphase. Die Österreicher hatten doch Mühe, den Druck der ersten 60, 70 Minuten aufrecht zu erhalten. Xaver Schlager brachte es auf den Punkt: "Am Ende war ich schon ziemlich K.o, da hat man die Krämpfe gespürt."

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