Erster queerer Fanblock bei Fußball-WM-Qualifikationsspiel

Beim Länderspiel der ÖFB-Frauen in Ried gegen Deutschland fand sich hinter dem Tor ein Block aus Fans aus der LGBTQI+-Szene.
Erster queerer Fanblock bei Fußball-WM-Qualifikationsspiel

Es war ein historischer Moment in Österreichs Fußball. Denn erstmals sind beim WM-Qualifikationsspiel der ÖFB-Frauen am Samstag in Ried quere Fußballfans als Block zusammen ins Stadion gekommen. 

In einer Lebenswelt, in der Homophobie noch verbreitet ist, ein starkes Zeichen. Der Verein „Fußballfans gegen Homophobie Österreich“, auch bekannt als „Queer Football Fans“ besteht seit 2015. Das Ziel des Vereins ist die Sicherheit und Sichtbarkeit queerer Personen im Fußballsport zu erhöhen. Das Besondere daran: Hier haben die Fans das Wort.

Fußballfans werden medial häufig als homophob markiert, heißt es in einer Aussendung des Vereins. „Fußballfans gegen Homophobie“ stellt sich gegen diese Zuschreibung. „Wir alle kennen Fußballfans, die nicht homophob sind. Fußballfans sind selbst hetero-, bi- und homosexuell. Sie sind cis, inter und trans – genauso wie Spieler:innen und Funktionär:innen“, so Clar Gallistl, Obperson von „Fußballfans gegen Homophobie“. 

Den Block am Samstag aus gut 100 Personen bildete der Verein zusammen mit dem queeren Fußballfansclub von Schalke 04, den „Regenbogenknappen“, dem Fußballteam der Homosexuelleninitiative Salzburg und der Innviertler Pride.

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