Warum im Cup-Achtelfinale wieder keine Amateure dabei sind

Der Cuptitel als schnellster Weg in den Europacup
Der Wiener Sport-Club schaffte es 2022 als letzter Regionalligist ins Achtelfinale. Rapid & Co. nehmen den Cup ernster, aber auch der ÖFB hat seinen Anteil.

Die Aufstellungen von Sturm und Rapid mit ihren Topbesetzungen waren Mittwochabend der jüngste Beweis: Die Titelfavoriten nehmen den ÖFB-Cup als kürzesten Weg in den Europacup ernst und wollen die Wahrscheinlichkeit eines Scheiterns gegen Amateurvereine minimieren.

Das hat heuer perfekt funktioniert: Samstagabend wird ein Achtelfinale mit zehn Erstligisten und sechs Zweitligisten ausgelost. Aus der obersten Spielklasse erwischte es nur die Austria und den GAK, beide gleich zum Cup-Auftakt.

Profiklubs unter sich 

Alle Amateurvereine sind bereits ausgeschieden.

Enttäuschte Fußballspieler des FC Wacker Innsbruck nach dem Spiel gegen SK Rapid.

Das war auch im Vorjahr so, und 2023 ebenso. Beide Male hieß der Schlüssel 11 zu 5 für damalige Erstligisten.

Der bislang letzte Drittligist, der zwei Runden in Folge überstand, war der Wiener Sport-Club vor bereits drei Jahren. 2022 folgte sogar noch die Sensation gegen die Austria, dann aber das Aus im Viertelfinale.

Veränderte Cup-Auslosung 

Es gibt neben dem gestiegenen Stellenwert des Pokalbewerbs für die „Großen“ auch einen zweiten Grund für das Ende des Favoritensterbens.

FUSSBALL: UNIQA ÖFB CUP / FINALE / RZ PELLETS WAC - TSV EGGER GLAS HARTBERG

Der ÖFB hat im Zuge der Corona-Anpassungen die Auslosung verändert: Die Bundesligisten werden geschützt und dürfen erst später gegeneinander gelost werden als früher.

2020 waren noch zwei Amateurvereine im Achtelfinale (Vienna, Elektra) und 2019 sogar vier.

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