Chefcoach Stephan Helm (l.) sah rot, SKN-Co-Trainer Emanuel Pogatetz war in seinem Element

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Sport Fußball

Naturschauspiel Pogatetz beim 4:0-Sieg von St. Pölten im NÖ-Derby

Co-Trainer Emanuel Pogatetz übernahm das Kommando und durfte in der 2. Liga gegen Amstetten feiern. Auch die SKN-Frauen siegten 4:0.

von Alexander Huber

09/24/2021, 08:48 PM

Immerhin 1.673 Zuschauer kamen in die NV-Arena, um das erste gemischte Doppel der Bundesliga-Geschichte zu verfolgen. Zuerst baten die SKN-Herren in der 2. Liga Amstetten zum NÖ-Derby, danach folgte das Frauenspitzenspiel SKN – Austria Wien. Beide Spiele sollten 4:0 enden, vor allem der Start des Frauen-Top-Teams gegen die Violetten war mit drei Toren in den ersten 30 Minuten famos.

Zu sehen bekamen die Fans beim 4:0-Sieg der St. Pöltner Herren ein Naturschauspiel: Emanuel Pogatetz, schon als Verteidiger für seinen großen Einsatz bekannt, tigerte die Seitenlinie entlang und coachte tatsächlich 90 Minuten lautstark durch. Der 38-Jährige, der vor 19 Monaten seine Karriere beendet hat, ist offiziell nur Co-Trainer beim SKN: Pogatetz fehlt im Gegensatz zu Chefcoach Stephan Helm die nötige Trainerausbildung.

Nach dem katastrophalen Saisonstart des Absteigers mit sechs Niederlagen in acht Spielen übernahm der Assistent beim Cupsieg in Schwaz (3:2) erstmals das laute Kommando.

Pressingopfer Alar

Gegen Amstetten war das am öftesten von Pogatetz reingeschriene Wort „Pressing“. Dass für diese vom LASK mitgebrachte Spielidee Deni Alar die falsche Wahl sein dürfte, hätte vor der kostspieligen Verpflichtung des Ex-Rapidlers klar sein können.

Der 31-Jährige wurde (so wie Drescher) aus dem Matchkader gestrichen. Gemeinsam mit Ex-Kapitän Riegler kommt das ebenso prominente wie teure Zuschauertrio auf 952 Profi-Einsätze.

Mit dem 1:0 von Gschweidl (36.) schwand die Verunsicherung, Llanez sorgte für die Entscheidung (67.). Davies (76.) und Joker Hong (88.) sorgten für den Kantersieg.

Helm freute sich danach: "Es war ein Blaupause für das, was wir wollen. Aber es geht noch besser." Zu Alars Degradierung meint der Chefcoach: "Wir haben uns überlegt, was wir für diesen Gegner brauchen. Es war eine sportliche und taktische Entscheidung. Deni hat es wie ein Vollprofi aufgenommen. Ab morgen ist wieder alles offen."

Souveräner Serienmeister

Danach hat St. Pölten seine Vormachtstellung in der Frauen-Bundesliga untermauert. Der Titelverteidiger behielt zum Auftakt der 4. Runde im Schlager gegen die Austria deutlich mit 4:0 die Oberhand.

Damit sind die Niederösterreicherinnen, die schon vor der Pause dreimal trafen, weiter makellos unterwegs, ihr beeindruckendes Torverhältnis lautet 29:0.

Die Austria ist nach der zweiten Saisonniederlage sechs Zähler hinter dem Spitzenreiter Dritter.

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