Flick wäre gerne geflogen

© APA/dpa/Tom Weller

Sport Fußball
09/01/2021

Nach der Kritik: DFB-Team reist 240 Kilometer mit dem Bus an

Deutschland verzichtet nach den Erfahrungen auf den Flug nach St. Gallen zum Donnerstag-Siel gegen Liechtenstein.

Bus statt Flugzeug: Die Hin- und Rückreise des Fußball-Nationalteams zum WM-Qualifikationsspiel gegen Liechtenstein in St. Gallen auf der Straße ist eine Reaktion des DFB auf den umstrittenen Kurzstrecken-Charterflug vor einem Jahr von Stuttgart zu einem Länderspiel nach Basel.

„Rein technisch hätte Hansi Flick auch gerne gehabt, dass man fliegt. Aber es war auch klar, dass wir nach der Erfahrung von Basel und der Verantwortung, die wir haben, die 240 Kilometer mit dem Bus fahren“, sagte DFB-Direktor Oliver Bierhoff am Mittwoch vor der Abfahrt aus Schwaben zum Spielort in der Schweiz.

Vorwürfe aus der Öffentlichkeit

Vor einem Jahr war die DFB-Elf zum Nations-League-Spiel gegen die Schweiz aus Stuttgart nach Basel geflogen. Luftlinie waren das 180 Kilometer. Dafür hatte es massive Kritik am Deutschen Fußball-Bund mit dem Vorwurf der Umweltverschmutzung gegeben. „Es ist eine Reaktion auf Basel“, bestätigte Bierhoff nun.

World Cup - UEFA Qualifiers - Germany Training

Flick begründete, warum er eine Flugreise für sinnvoll erachtet hätte. „Wir haben alle drei Tage ein Spiel“, sagte er mit Blick auf den eng getakteten Spielplan mit den Partien gegen Liechtenstein, Armenien und Island. Regeneration sei da sehr wichtig. Darum wird der DFB-Tross nun entgegen der ursprünglichen Planung am Donnerstag in St. Gallen bleiben und nicht noch nachts nach Stuttgart zurückfahren. Das wird erst am Donnerstag nach dem Regenerationstraining geschehen, „mit dem kleinen Lunch-Paket“, wie Flick scherzhaft hinzufügte. Er rechnet mit jeweils drei Stunden Fahrzeit, wenn der Verkehr passe.

Schwieriger Spagat für die Sportler

„Wir werden auch immer wieder den Spagat gehen müssen zwischen Professionalität und optimaler Vorbereitung und natürlich anderen Werten und Kriterien, die wir erfüllen wollen“, betonte der frühere Nationalspieler Bierhoff, der zur Busfahrt bemerkte: „Für mich ist es auch schön, du setzt dich rein, musst nicht umsteigen. Das einzige Dilemma, es ist eine unangenehme Strecke.“ Nationalspieler Joshua Kimmich bemerkte zum Bustrip: „Easy, das schaffen wir schon.“

Am Sonntag steht in Stuttgart (20.45 Uhr/RTL) gleich das nächste Spiel in der WM-Qualifikation gegen Armenien vor 18.000 Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena an. Am kommenden Dienstag reist der DFB-Tross dann zur letzten Station nach Reykjavik, wo einen Tag später gegen Island der erste Länderspiel-Dreierpack unter Bundestrainer Flick beendet wird. Nach Island darf geflogen werden.

 

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.