Mit Sitzen hat Özil inzwischen seine Erfahrungen gemacht

© EPA/Cath Ivill/NMC/Pool

Sport Fußball
08/13/2020

Mesut Özil will seinen Vertrag bei Arsenal aussitzen

"Ich entscheide, wann ich gehe", sagt der deutsche Ex-Weltmeister, der der teuerste Spieler im Kader des Londoner Klubs ist.

Der frühere deutsche Fußball-Weltmeister Mesut Özil hat Gerüchte über einen vorzeitigen Abschied vom FC Arsenal erneut dementiert. „Meine Position ist klar, ich bleibe hier bis zum letzten Tag unserer Vereinbarung“, sagte Özil dem Online-Magazin „The Athletic“. „Wenn ein Verein will, dass ein Spieler geht und der Spieler das ablehnt, muss der Verein das akzeptieren, außer man findet zusammen eine Lösung. Ich will nicht gehen, damit hat sich das.“ Zuvor hatte schon Özils Berater einen Wechsel ausgeschlossen.

Özil spielt unter Arsenal-Coach Mikel Arteta keine Rolle mehr. Schon länger ist bekannt, dass die Londoner Özil loswerden wollen, was angesichts eines Jahresgehalts von 20 Millionen Euro keine Überraschung ist. Doch für den 31-jährigen Topverdiener des Klubs ist das keine Option. „Ich entscheide, wann ich gehe, nicht andere Leute“, betonte er.

In der abgelaufenen Premier-League-Saison war Özil nur in 18 von 38 Spielen zum Einsatz gekommen. Nach der Liga-Unterbrechung wegen der Corona-Pandemie machte der Mittelfeldspieler keine einzige Partie mehr. Auch beim Endspiel des FA-Cups, das Arsenal gegen Chelsea gewann, stand der frühere Nationalspieler nicht im Kader.

Spekulationen über mangelnde Fitness wies Özil jedoch zurück. „Ich war vor der Pause fit genug für jedes Spiel. Und abgesehen von einer kleinen Verletzung war ich es auch danach“, sagte er und gab sich kämpferisch. „An Situationen wie diesen werde ich niemals zerbrechen, die machen mich nur noch stärker. Ich habe früher gezeigt, dass ich in die Mannschaft zurückkommen kann, und ich werde es wieder zeigen.“

Özil verteidigte zudem seine Entscheidung, während der Corona-Krise einen Gehaltsverzicht abzulehnen. „Wir hatten nicht genug Details, wir sollten einfach zustimmen“, sagte er. Das sei besonders für junge Spieler nicht fair gewesen, daher habe er abgelehnt. „Ich war am Ende nicht der einzige Spieler, aber nur mein Name kam raus“, sagte Özil. „Wer mich kennt, weiß genau, wie großzügig ich bin.“

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