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Sport Fußball
09/30/2020

Liga-Boykott wegen Corona? NÖ-Verband droht mit Zwangsabstieg

Niederösterreichs Fußballverband will trotz neuer Verschärfungen die Meisterschaft durchziehen. Und einen Liga-Streik verhindern.

Dass Sportveranstaltungen in Niederösterreich in mit Ampelfarbe Orange versehenen Regionen großteils ohne Zuschauer auskommen müssen, hatte zuletzt für einen verbalen Schlagabtausch zwischen den Grünen und der ÖVP geführt. So dürfen ab 5. Oktober Sportveranstaltungen nur mehr ohne Publikum stattfinden, die Fußball-Bundesliga ist davon ausgenommen.

Der niederösterreichische Fußballverband, der von den Maßnahmen, die Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) vergangene Woche verkündete, selbst überrascht war, reagierte nun auf die neuen Verschärfungen und fasste einige Beschlüsse, wie auch meinfussball.at berichtet. Dabei sprach sich die Spitze des Verbandes (NÖFV) dafür aus, den Spielbetrieb fortzuführen. Selbst, wenn zahlreiche Bezirke orange eingestuft sind. Wichtig sei es zu signalisieren, dass "weiterhin Fußball" gespielt wird.

Verband will Meisterschaft durchziehen

Die Meisterschaft soll also wie geplant mit Auf- und Abstieg durchgeführt werden. Dabei müssen die Vereine sämtliche Spiele aus dem Herbst, die abgesagt werden mussten oder müssen, nachholen, ehe im Frühjahr die Rückrunde beginnt. Die Heimvereine sind jedenfalls berechtigt, ein Match auch ohne Zustimmung des Gegners abzusagen, sollte die Ampel in ihrem Bezirk auf orange stehen. Ein Ausweichen auf einen Platz in einem anderen Bezirk in Niederösterreich, der grün oder gelb ist, ist aber möglich. 

Kurios wird es bei Vereinen, die knapp an Bezirksgrenzen liegen. Je nachdem, wo genau sich der Fußballplatz befindet und ob dort die Ampel auf "orange" ist oder nicht, dürfen Zuschauer begrüßt werden - oder nicht.

Da zuletzt auch einige Corona- und Quarantänefälle auftraten, gilt künftig: Wenn ein ganzes Team unter Quarantäne gestellt wurde, muss diese vier Tage vor dem nächsten Spieltag zu Ende sein. Ansonsten kann der betroffene Klub das Spiel absagen. 

Zwangsabstieg für 16 Klubs?

Brisant ist hingegen jener Beschluss, der gefasst wurde, sollte eine ganze Meisterschaftsgruppe beschließen, auszusteigen. Anlass dafür war, dass zuletzt alle 16 Klubs der 1. Klasse Nord angekündigt hatten, geschlossen nicht mehr anzutreten, sollte die Ampel auf orange umspringen. Der Verband will nun hart gegen streikende Klubs vorgehen. 

Sollte etwa die 1. Klasse Nord den Betrieb einstellen, so müssen die betroffenen Vereine in die 2. Klasse absteigen. Die 1. Klasse würde dann mit den Top-Teams der Spielklasse darunter aufgefüllt werden. Sollte dies in einer 2. Klasse passieren, so gäbe es keinen Aufsteiger. Diese Regelung gilt freilich nur, wenn sich eine Liga geschlossen aus dem Betrieb verabschiedet. 

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