Für ein Testspiel wäre es ein Gradmesser vor allem nach der Pause gewesen. Für ein Bewerbsspiel muss man sagen: Ein bisschen zu wenig für eine erfolgreiche Reifeprüfung. Nur weil der Tormann herausstach, musste der Schnitt der Klasse nicht gravierend gesenkt werden.
Der Torhüter war keineswegs unterbeschäftigt, rettete gegen Visca mit einem tollen Reflex und gegen Duljevic mit einer sensationellen Parade. Der Grasshopper war diesmal ein fehlerloser Rückhalt und strahlte auch Sicherheit aus.
Bearbeitete wie gewohnt intensiv seine Seite, harmonierte mit Lazaro, Durchkommen gab es für ihn aber selten. In Hälfte zwei konnte der Salzburger mehr aufzeigen, aber doch nur ein bisschen.
Der Innenverteidiger erinnerte an seine frühere Form, arbeitete mit Geschick und viel Einsatz gegen Dzeko. Der eine oder andere leichte Stockfehler blieb diesmal ohne direkte Strafe.
War die Ruhe selbst, bei den Tacklings, bei den Kopfbällen, wie auch mit dem Ball am Fuß. War auch oft vorne zu finden, bei seinem Kopfball nach Alaba-Flanke hatten die Bosnier viel Glück, dass sie nicht in Rückstand geraten sind.
Der Bayern-Legionär feierte eine Premiere im Team als linker Verteidiger in einer Viererkette. Das hatte er nur in seinen ersten Länderspielen als Fuchs-Ersatz gespielt. Er schaltete sich sehr oft in die Offensive ein mit guten Pässen, seinen Standards fehlte es aber an Genauigkeit.
Ein Leistungsträger vor der Pause. Der Berlin-Legionär war einer, der nach vorne Akzente setzte, der sich aber auch nicht zu schade war, um nach hinten zu arbeiten. Hatte im zweiten Durchgang nicht so viele Aktionen.
Der Bremen-Legionär agierte im Offensivzentrum hinter Arnautovic, konnte auf engem Raum seine technische Fähigkeiten aber kaum ins Treffen führen und fand nicht ins Spiel – Ende zur Pause.
Der Schalke-Spieler fiel auf der linken Seite im Vergleich zu Lazaro stark ab. Nach vorne gelang dem Tiroler kaum etwas und nach hinten wackelte seine Seite immer wieder.
Die Solospitze wie erwartet hoch motiviert, agierte ganz vorne aber zu seinem Ärgernis oft allein auf weiter Flur. Hatte nach einem schnellen Einwurf Österreichs einzige Chance in Hälfte eins und mit einem (per Hand abgewehrten) Seitfallzieher nach der Pause Pech.
Kam nach der Pause für den schwachen Kainz und setzte mit Dynamik, viel Einsatz und Willen einige Akzente. Der Salzburger trieb seine Kollegen zu einer sehenswerteren zweiten Halbzeit an.
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