Kein Osterwunder für den SV Güssing - Abstieg rückt näher
Von Fabio Tartarotti
Den Sportplatz des SV Güssing darf man zweifelsohne zu einer der eindrucksvollsten Spielstätten der Ost-Region zählen. Hinter dem Spielfeld ragt imposant die Burg Güssing empor, die älteste noch bestehende Burganlage des Burgenlandes. Einst eine wichtige Festung zur Absicherung der Westgrenze des ehemaligen Königreiches Ungarn, ist Güssing mittlerweile schneller eingenommen als Sie „Uhudler“ sagen können (selbstverständlich an der Schank erhältlich).
Mit nur 15 Punkten rangiert Güssing am allerletzten Platz der Tabelle der 2. Liga Süd - Burgenland. Ausgerechnet Tabellenzweiter SC Pinkafeld kam im Zuge der 21. Spielrunde eingeritten um den Burgherren den Karfreitag zu vermiesen. In der ersten Hälfte stand das Tor der Gastgeber unter Dauerbelagerung. Dass es nach 45 min lediglich 0:1 stand und der Treffer vom Elfmeterpunkt kam, glich einem Osterwunder.
In Hälfte zwei entschloss sich der Elfmetertorschütze und Ex-Bundesligist Dario Tadic kurzerhand den möglicherweise schnellsten Hattrick in der Geschichte des Burgenlands zu schnüren und traf binnen vier Minuten drei mal.
Das 5:0 wurde nur deshalb nicht von Tadic geschossen, weil dieser bereits zum wohlverdienten Feierabend auf der Bank saß. Und so war die Festung Güssing nach 90 Minuten eingenommen, die Hoffnung auf einen Punktegewinn (wenn es sie denn jemals gab) gestorben - keine Auferstehung in Sicht.
Dennoch konnte man unter dem heimischen Publikum durchaus auf Lobesworte stoßen: „Naja - immerhin sind’s über die Mittellinie ’kommen.“
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