"Grenzt an Betrug" - Oberwart wettert gegen Schiedsrichter

Das Remis zwischen SV Oberwart und SV Donau wurde von einer strittigen Schiedsrichterentscheidung überschattet.
SV Oberwart - SV Donau, 27.03.2026

Von Fabio Tartarotti

Alles war angerichtet für Oberwart um den ersten Heimsieg seit der Winterpause einzufahren. Die Mannschaft hatte bislang mit einem enttäuschenden Start in die Rückrunde zu hadern. Drei Niederlagen und ein Sieg war die ernüchternde Frühjahrsbilanz vor diesem Wochenende. Gegen die SV Donau sollten drei Punkte her. Schon in der achten Minute gelang Halper der Führungstreffer, dann ging es für die Hausherren bergab. Sieben Minuten später glich Miroslav Beljan, Toptorjäger der RLO, aus. Oberwart spielte dennoch dominant, erzielte ganze drei Tore, alle drei wurden aber wegen Abseits aberkannt.  

Kurz vor der Halbzeitpause kam es dann zur entscheidenden Szene: Oberwart-Stürmer Valdir lief im Duell mit einem Verteidiger aufs Tor zu, Donau-Keeper Jenciragic rückte aus dem Strafraum auf und brachte den Angreifer bei einer Kollision zu Fall – der Unparteiische sah kein Foul und ließ weiterspielen. Die Entrüstung der Oberwarter war enorm, gleich drei gelbe Karten gab es für die heftige Kritik an der Entscheidung. Oberwart konnte zwar in der zweiten Hälfte noch mal in Führung gehen, musste aber in der Nachspielzeit  erneut einen Gegentreffer einstecken und sich somit mit einem enttäuschenden Remis zufrieden geben. 

Oberwart-Sportkoordinator Peter Lehner, ließ nach Abpfiff seinem Frust freien Lauf: „Das war eine klare Rote Karte, wir wären 50 Minuten lang in Überzahl gewesen und Donau ohne Goalie, denn sie hatten keinen zweiten Tormann auf der Ersatzbank. Am meisten ärgert mich aber, dass der Assistent und der Beobachter sogar nach Ansicht eines Videos die Entscheidung verteidigten. Zumindest der Schiedsrichter hat sich entschuldigt. Aus unserer Sicht war das eine klare Fehlentscheidung die fast an Betrug grenzt.“

Kommentare