Florian Grillitsch im Zentrum des Geschehens

© Pool via REUTERS/LAURENCE GRIFFITHS

Sport Fußball
09/01/2021

Napoli? AC Milan? Warum Florian Grillitsch noch warten muss

Der 26-Jährige stand kurz vor einem Transfer zu Napoli oder AC Milan. Hoffenheim blieb hart, nächstes Jahr ist er ablösefrei.

von Andreas Heidenreich

Die Transferzeit im europäischen Fußball ist seit Dienstag Mitternacht zu Ende und man kann aus österreichischer Sicht mit Fug und Recht behaupten: Sie war nicht die schlechteste für die Fußballer des ÖFB.

Österreich hat nach dem Wechsel von Marcel Sabitzer wie bisher einen Spieler beim deutschen Rekordmeister Bayern, ab sofort allerdings auch einen Leistungsträger bei Real Madrid und nicht zuletzt einen hoffnungsvollen Teenager beim FC Barcelona.

Dieser wurde am Mittwoch nun auch offiziell befördert. Yusuf Demir wurde unmittelbar nach dem Abgang von Antoine Griezmann von Barcelona zu Atletico Madrid nun auch offiziell von Barcelona B im Kader der Profis genannt.

Demir spielt ab sofort auch mit einer neuen, attraktiveren Rückennummer: Dem Wiener wurde die 11 zugeteilt. Das Leiberl mit der Nummer 10 wurde nach dem Abgang von Lionel Messi Jungstar Ansu Fati umgehängt.

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Im Rampenlicht

Die Nummer 10 im österreichischen Team trägt Florian Grillitsch. Der Niederösterreicher war kurz davor, in diesem Sommer ebenfalls zu den großen Gewinnern auf dem Transfermarkt zu werden. Der 26-Jährige konnte sich bei der EM ins Rampenlicht spielen, obwohl er zunächst von Teamchef Franco Foda nicht unbedingt forciert worden war. Gegen die Ukraine rutschte der Techniker im zentralen defensiven Mittelfeld in die Startelf und legte ebenso einen sehenswerten Auftritt hin wie kurz darauf im Achtelfinale gegen Italien.

Das Resultat: Im Land des späteren Europameisters wurde man aufmerksam, nicht nur auf Abseits-Torschütze Marko Arnautovic, den sich der FC Bologna schnappte, sondern vor allem auch auf Österreichs Spielgestalter im defensiven Mittelfeld. Das Rege Interesse der SSC Napoli und von AC Milan war mehr als ein Gerücht. Doch weder die Süditaliener, noch die Rossoneri aus Mailand konnten sich am Ende mit Grillitsch-Klub Hoffenheim einigen.

Zweites Offert

Milan besserte sein Angebot für den 26-Jährigen vor rund zehn Tagen sogar noch einmal nach, wieder war es allerdings zu wenig für den deutschen Klub. Rund zehn Millionen soll Sportdirektor Paolo Maldini geboten haben, zwischen zwölf und 15 wollten die Deutschen aber kassieren und blieben hartnäckig.

In den letzten Tagen vor Transferschluss hat sich auch ein Klub aus der Premier League noch gemeldet. Allerdings einer, der im Vergleich zu Champions-League-Teilnehmer Milan nicht international vertreten ist und daher für den Spieler nicht den erwünschten sportlichen Karriereschritt bedeutet hätte.

Michael Grillitsch, der Vater des Technikers, bestätigt gegenüber dem KURIER, dass es in diesem Jahr „an der Ablöseforderung von Hoffenheim gescheitert ist.“ Damit riskierte Hoffenheims Sportdirektor Alexander Rosen, den Spieler im nächsten Jahr ablösefrei zu verlieren. 

Und es ist nicht ausgeschlossen, dass etwa AC Milan dann zuschlägt. Der Vizemeister wird auch im nächsten Jahr Bedarf auf dieser Position haben. Zwar holten die Mailänder Tiemoue Bakayoko, doch der Ivorer ist vom FC Chelsea nur ausgeliehen. Der Vertrag von Franck Kessie, der bis zu seiner aktuellen Verletzung im defensiven Mittelfeld gesetzt war, läuft nächsten Sommer aus.

Ein ablösefreier Wechsel könnte kommenden Sommer neben Florian Grillitsch aber auch noch weiteren ÖFB-Teamspielern bevorstehen. Die Arbeitspapiere der beiden Kölner Louis Schaub und Florian Kainz laufen 2022 ebenso aus wie jenes von Stefan Ilsanker bei Eintracht Frankfurt und Stürmer Ercan Kara bei Rapid. Die nächste heiße Transferzeit kommt also bestimmt.

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