Im ruhenden Ball liegt die Kraft von Österreichs U-19-Team
Österreichs U 19 hat eine besondere Qualität und hält damit eine außergewöhnlichere Serie am Laufen. Die überraschende EM-Quali gelang gegen Spanien (2:2) und Dänemark (2:0) durch vier Tore aus oder im direkten Anschluss an Standardsituationen.
In der Slowakei gab es ein 0:2 gegen England, das enttäuschende 2:4 gegen Israel, aber wieder zwei Treffer nach ruhenden Bällen, und als Krönung das 3:2 gegen Serbien. Ergibt insgesamt neun Tore, alle aus Standardsituationen.
"Besondere Möglichkeit"
Wird es im WM-Play-off am Dienstag (17 Uhr) gegen die Slowakei gar einen Treffer aus dem Spiel heraus geben? Teamchef Martin Scherb lächelt. „Das ist uns wurscht. Wichtig sind Tore an sich, und wir wussten, dass wir bei den Standards besondere Möglichkeiten haben.“
War es gegen die Israeli noch ein Schuss nach einem geblockten Outeinwurf und ein direkter Demir-Freistoß, zirkelte der Linksfuß beim Pflichtsieg drei Mal einen Eckball genau dorthin, wo es den Serben wehtat.
„Bei einer Endrunde ist nicht viel Zeit. Wir haben es auf Video analysiert und dann trainiert. Yusi hat eben die Schusstechnik, um nicht oft üben zu müssen, wohin der Ball gehen soll“, erklärt Scherb, der seinem Co dankt: „Dennis Baraznowski bereitet das alles für uns vor.“
Für Rapids U 12 flankte Demir erstmals auf den groß gewachsenen Leo Querfeld: „Yusi und ich haben uns so auf die EM gefreut. Jetzt hat es perfekt geklappt.“
Vertrauensbeweis
Der Doppeltorschütze dankt aber auch Scherb: „Es ist nicht selbstverständlich, wie er mir nach den Patzern gegen Israel vertraut hat.“
Die Slowakei reagierte: Ums Ticket für die U-20-WM geht es nicht in Senec, sondern im großen Stadion von Trnava.
Querfeld: „Ich hoffe auf ein volles Haus. Es gibt nix Geileres, als sich gegen den Gastgeber zur WM zu schießen.“ Oder zu köpfeln.
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