FBL-GER-CUP-WERDER BREMEN-LEIPZIG

Hwang nach dem 1:0

© APA/AFP/POOL/CATHRIN MUELLER / CATHRIN MUELLER

Sport Fußball
04/30/2021

Forsberg schoss Leipzig in Minute 121 in Bremen ins Pokal-Finale

Der Ex-Salzburger Hwang erzielte das erste Tor im DFB-Pokal-Thriller und bereitete in den letzten Sekunden das Siegestor vor.

Ein Last-Minute-Tor hĂ€lt den Titeltraum von Julian Nagelsmann mit RB Leipzig am Leben. Joker Emil Forsberg (120.+1) bescherte dem Tabellenzweiten der Fußball-Bundesliga am Freitagabend einen glĂŒcklichen 2:1 (0:0)-Sieg nach VerlĂ€ngerung im umkĂ€mpften und packenden Halbfinale des DFB-Pokals beim SV Werder Bremen. Zuvor hatte Hee-Chan Hwang (93.) getroffen. Damit stehen die Leipziger zum zweiten Mal nach 2019 im Pokalendspiel und treffen am 13. Mai im Berliner Olympiastadion auf den Gewinner des zweiten Halbfinals zwischen Borussia Dortmund und dem Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel, das am Samstag stattfindet.

Leonardo Bittencourt (105.+1) hatte nach einem schweren Patzer des Leipziger Abwehrrecken Dayot Upamecano zwischenzeitlich fĂŒr Werder ausgeglichen. „Das ist extrem bitter“, sagte der unglĂŒckliche TorschĂŒtze und brach eine Lanze fĂŒr Trainer Florian Kohfeldt: „Das war ein kleines Zeichen, dass die Mannschaft lebt. Alles andere können wir sowieso nicht entscheiden.“

Mutige Bremer

Die in der Liga stark vom Abstieg bedrohten Bremer kassierten trotz einer couragierten Leistung den nĂ€chsten RĂŒckschlag. Was die siebte Niederlage in den vergangenen acht Pflichtspielen fĂŒr Trainer Florian Kohfeldt bedeutet, ist unklar. Die Bremer Verantwortlichen hatten dem Coach nach der sportlichen Talfahrt nur eine Job-Garantie bis zum Pokalspiel gegeben. Ob der kĂ€mpferisch ĂŒberzeugende Auftritt reicht, um Kohfeldt den Posten zu retten, wollen die Bosse am Wochenende beraten.

Die Leipziger steckten den Wirbel um den Wechsel von Nagelsmann zu Bayern MĂŒnchen im Sommer dagegen gut weg. Club-Boss Oliver Mintzlaff hatte vom Coach nach Bekanntgabe der Personalie den Titel gefordert. Nun fehlt Nagelsmann dafĂŒr nur noch ein Sieg.

„Es geht hier nicht um meine Person. Das ist ein Pokal-Halbfinale. Die Spieler sollen fĂŒr sich spielen und die Partie genießen“, hatte Kohfeldt vor der Partie gesagt. Doch seine Mannschaft stand gegen den Tabellenzweiten von Beginn an mĂ€chtig unter Druck. Bereits in der vierten Minute hatte Alexander Sörloth die große Chance zur Leipziger FĂŒhrung, scheiterte mit einem Kopfball aber am stark reagierenden Jiri Pavlenka im Bremer Tor.

Die spielerische Überlegenheit der GĂ€ste war frappierend, doch die Bremer stemmten sich mit großer Kampfkraft dagegen. Damit erfĂŒllten sie eine Forderung von GeschĂ€ftsfĂŒhrer Frank Baumann, der nach dem 1:3 beim 1. FC Union Berlin am Samstag die Mannschaft in die Pflicht genommen und eine Reaktion gefordert hatte.

Kohfeldt hatte sich fĂŒr eine ĂŒberraschende Aufstellung entschieden und Jean-Manuel Mbom und Davie Selke in die Anfangself berufen. „Leipzig hat eine sehr körperbetonte Mannschaft, da haben wir auch alle Körperlichkeit in unserem Kader zusammengekratzt“, begrĂŒndete Kohfeldt seine Personalentscheidungen.

Und in der Tat hielten die Bremer dadurch voll dagegen und brachten die Leipziger so aus dem Konzept. Vor der Pause hatte Werder mit Ausnahme des Sörloth-Kopfballs sogar die besseren Szenen. Nach einer halben Stunde vergab Josh Sargent eine Riesenchance zur FĂŒhrung, kurz vor der Pause entschied Schiedsrichter Manuel GrĂ€fe nach einem Zweikampf zwischen Nordi Mukiele und Selke zunĂ€chst auf Strafstoß fĂŒr die Gastgeber, nahm diese Entscheidung nach Intervention von Video-Assistentin Bibiana Steinhaus-Webb und eigener ausfĂŒhrlicher Videosichtung aber zurecht wieder zurĂŒck.

Leipziger Druck

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Leipziger den Druck und hatten Pech, dass Sörloth mit einem Kopfball nur die Latte (65.) und Christopher Nkunku nur den Pfosten trafen (78.). Doch Werder hielt weiter mit viel Leidenschaft dagegen und rettete sich in die VerlÀngerung dank Pavlenka, der kurz vor Abpfiff eine Riesenchance des eingewechselten Yussuf Poulsen entschÀrfte.

Bei den Siegern wurde Marcel Sabitzer in der 74. Minute ausgetauscht, Konrad Laimer war Ersatz - ebenso wie Romano Schmid auf der Gegenseite. Marco Friedl fehlte den Bremern wegen einer Beckenverletzung.

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