Max Ullmann

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Sport Fußball
07/19/2019

Günstig: Rapid holt Ullmann für eine sechsstellige Ablöse

Der linke Verteidiger nutzte seine Ausstiegsklausel für den Wechsel vom LASK nach Hütteldorf.

von Alexander Huber

Die größte Baustelle im Rapid-Kader ist behoben: Max Ullmann kommt als absoluter Wunschspieler für links außen und Bolingoli-Nachfolger vom LASK. Der 23-jährige Linzer hat zuletzt bei der U-21-EM überzeugt.

Angesichts der Streitigkeiten der Klubspitzen war dieser Transfer nur durch eine Ausstiegsklausel möglich.

Ullmann, der in der vergangenen Saison alle 41 Pflichtspiele links auf und ab gesprintet war, konnte seinen LASK-Vertrag (bis 2021) günstig kündigen: Laut KURIER-Recherchen war lediglich eine sechsstellige Summe bei der Vertragsverlängerung im Jänner 2018 dafür festgeschrieben worden. Die Rede ist von einer Größenordnung wie beim Transfer von Deni Alar vor einem Jahr, der um 600.000 Euro von Sturm zu Rapid gewechselt ist.

In Linz wurde mit einem Auslandstransfer gerechnet, deshalb kamen Renner (Mattersburg) und Schnegg (Liefering) frühzeitig als Nachfolger. Ex-Salzburg-Trainer Rose nannte Ullmann als möglichen Red-Bull-Spieler.

Interesse aus dem Ausland

Der Dauerläufer sagte während der U-21-EM zum KURIER: „Ich bin bereit für den nächsten Schritt.“ Auch Interesse aus dem Ausland war laut Manager Lino Heiduck da: „Es hat Angebote aus den Top-5-Ligen gegeben, aber das hat nicht komplett gepasst. Max war vom Bemühen von Rapid und Zoran Barisic überzeugt.“

Nachdem Donnerstagmittag Sky die prinzipielle Einigung verkündet hatte, folgte noch am Abend die Bestätigung durch Rapid: Ullmann erhält einen Vertrag bis 2022.

In Hütteldorf übernimmt der Linksfuß im 3-5-2 eine Schlüsselrolle: Im Alleingang soll die linke Seite abgedeckt werden. „Meine Stärken sind die Vorstöße in die Offensive und die Zweikampfstärke in der Defensive“, sagt Ullmann, von dem aber nicht Bolingolis Stärken im Spielaufbau erwartet werden dürfen.

Übrigens war Ullmanns Vorgänger beim LASK – Paulo Otavio von Ingolstadt – vor einem Jahr der Plan B, für den Fall, dass Bolingoli damals nicht zu halten gewesen wäre.