ÖFB-Stürmer Gregoritsch sagt Basel ab - und hält sich bedeckt
Michael Gregoritsch
Dänemark war für Michael Gregoritsch – aus sportlicher Sicht – keine Reise wert. Der Teamstürmer, der Österreich im November mit seinem Tor zum 1:1-Ausgleich gegen Bosnien-Herzegowina zur WM nach Amerika geschossen hat, wechselt schon nach einem halben Jahr bei Bröndby IF wieder den Verein.
Der 31-Jährige war im Sommer nach seinem Wechsel aus Freiburg um 1,5 Millionen Euro Ablöse bei den Dänen als erster Stürmer eingeplant gewesen. Nach dem Rauswurf von Trainer Christensen im September kam jedoch alles anders. Der neue Coach, der Waliser Steve Cooper, setzte nicht auf den Österreicher. Gregoritsch kam in Folge nur noch zu Joker-Einsätzen – zu wenig, um bei der WM im kommenden Sommer in bestmöglicher Verfassung zu sein.
Der FC Basel bemühte sich zuletzt um den Steirer – vergebens, wie sich nun herausstellte. Denn Gregoritsch hat den Schweizern am Sonntag abgesagt, weil er offenbar noch eine andere, vielleicht gar bessere, Option hat. Auf KURIER-Nachfrage wollte Gregoritsch am Sonntag noch nichts zu seiner Zukunft und einem möglichen Transfer sagen. Wohin es den Mittelstürmer zieht, dürfte aber schon bald bekannt werden. Eine Rückkehr nach Österreich wird es dem Vernehmen nach nicht.
Unter Ralf Rangnick war der Routinier im ÖFB-Team in den vergangenen drei Jahren stets erfolgreich. Mit 17 Treffern in 37 Länderspielen ist Gregoritsch der beste Torschütze der aktuellen Teamchef-Ära. Unter Vorgänger Franco Foda hatte der Stürmer zuvor in 30 Partien „nur“ sechs Mal getroffen.
Zwei „Sorgenkinder“
Teamspieler mit wenig Spielpraxis gibt es aktuell wenige. Zwei „Sorgenkinder“ hat Rangnick in Hinblick auf die WM dennoch. Zum einen David Alaba, der zwar aktuell wieder fit ist, jedoch bis zum Sommer nicht mehr allzu viel Spielpraxis bekommen dürfte. Am Sonntag saß der Teamkapitän beim 5:1-Sieg von Real Madrid gegen Betis 90 Minuten lang nur auf der Bank, obwohl mit Eder Militao und Dean Huijsen zwei Innenverteidiger verletzt fehlten.
Und zum anderen Stefan Posch, der bei Como – aktuell Tabellensechster in der Serie A – meist nur zu Kurzeinsätzen kommt. Am Samstag war es eine Minute beim 1:0-Sieg gegen Udinese.
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