FILE PHOTO: UEFA Congress

Aleksander Ceferin

© REUTERS / Yves Herman

Sport Fußball
03/19/2020

UEFA-Boss dementiert: "Keine Meister bei Saison-Abbruch"

Aleksander Ceferin erklärt, das Ziel sei es nach wie vor, die nationalen Ligen zu Ende zu spielen.

Vor wenigen Tagen dürfte beim LASK zumindest kurz gejubelt worden sein. Von der, gewohnt gut informierten, spanischen Zeitung AS kam dieses Gerücht: Für den Fall, dass die nationalen Ligen aufgrund der Coronavirus-Epidemie nicht mehr zu Ende gespielt werden können, sollen jeweils jene Mannschaften zum Meister gekürt werden, die zum Zeitpunkt der Unterbrechung vorne waren. Das habe der europäische Dachverband UEFA vor, hieß es.

In Österreich wären die Linzer als derzeitiger Tabellenführer Nutznießer dieses vermeintlichen Vorhabens der UEFA.  

Fake News

Eine Meisterparty sollten die Oberösterreicher vorerst nicht planen, denn nun hat UEFA-Präsident Aleksander Ceferin Berichte wie den von der AS als Falschmeldungen bezeichnet.

"Ich habe wieder einige Fake News gesehen und gehört, dass die UEFA den Ligen raten wird, die Meisterschaft jetzt zu beenden und zu entscheiden, dass die Meister die sind, die jetzt die Nummer eins sind. Ich kann sagen, dass das nicht wahr ist", stellte der Slowene klar.

Es gebe nach wie vor das Ziel, die Ligen zu Ende zu spielen. Daher habe man auch keinem Verband oder Liga derartiges empfohlen. "Die Saison 2019/2020 muss mit den gleichen Regeln enden und darf nicht geändert werden, auch wenn die Situation außergewöhnlich ist", sagte Ceferin.

Aktuell ist in der heimischen Bundesliga erst der Grunddurchgang (22 Runden) absolviert. Die je zehn entscheidenden Runden in Meister- und Qualifikationsgruppe, in der es um den Klassenerhalt geht, sind aber noch ausständig.

Der LASK würde mit drei Punkten Vorsprung auf Serienchampion Salzburg als Tabellenführer ins Meisterrennen gehen. Rapid liegt nach der Punkteteilung vier weitere Zähler dahinter auf Rang drei. Schlusslicht in der ebenfalls sechs Teams umfassenden Quali-Gruppe ist aktuell der SKN St. Pölten, allerdings nur mit einem Zähler Rückstand auf das Trio Admira, WSG Tirol und Mattersburg.

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