Trump-Gesandter will Italien statt Iran bei der Fußball-WM
Zusammenfassung
- Trump-Gesandter Paolo Zampolli schlug vor, Italien statt Iran an der Fußball-WM teilnehmen zu lassen.
- Iran plant trotz Konflikt mit den USA ein Trainingslager und Testspiele, unter anderem gegen Spanien.
- Der iranische Verband und die Regierung betonen, dass das Team auf die WM vorbereitet ist und teilnehmen will.
Ein hochrangiger Gesandter von US-Präsident Donald Trump hat sich dafür ausgesprochen, Italien statt Iran an der Fußball-WM im kommenden Sommer teilnehmen zu lassen. Paolo Zampolli teilte der Financial Times am Mittwoch mit, er habe sowohl Trump als auch FIFA-Präsident Gianni Infantino diesen Vorschlag unterbreitet. Vom Weißen Haus, der FIFA sowie den Nationalverbänden aus Italien und dem Iran gab es dazu vorerst keine Stellungnahme.
Zampolli sagte der Financial Times: "Ich bin gebürtiger Italiener und es wäre ein Traum, die italienische Mannschaft bei einem von den USA ausgerichteten Turnier zu sehen. Mit vier Titeln haben sie die nötige Erfahrung, die eine Teilnahme rechtfertigt." Die Italiener waren im Play-off an Bosnien-Herzegowina gescheitert.
Iran plant Testspiel gegen Spanien
Im Zuge der kriegerischen Auseinandersetzung hatte Trump dem Iran nahegelegt, auf eine WM-Teilnahme zu verzichten. Die Iraner wollen jedoch bei der WM-Endrunde dabei sein und planen bereits letzte Details der Vorbereitung. Laut Angaben des iranischen Verbands findet das erste Trainingslager mit vorläufig 30 Spielern in Teheran statt.
Am 6. Mai geht es weiter in die Türkei, wo der Iran auch vier Vorbereitungsspiele bestreiten will - unter anderem gegen Europameister Spanien. Anschließend reist das Team in die USA, allerdings steht der Ort des dortigen Trainingslagers noch nicht fest.
Verbandschef Mehdi Taj zeigte sich zuversichtlich, dass der Iran trotz des Konflikts mit den USA bei der WM mitspielen wird. "Stand jetzt nehmen wir teil", sagte Taj laut Nachrichtenagentur Isna. Sollte es jedoch trotz aktueller Waffenruhe zu einem erneuten Krieg mit den USA kommen, werde Taj zufolge die Politik über eine Teilnahme entscheiden.
Die iranische Regierungssprecherin Fatemeh Mohajerani bekräftigte am Mittwoch, dass die Fußball-Nationalmannschaft des Landes für eine WM-Teilnahme "vollständig vorbereitet" sei. Die logistischen Fragen würden vom iranischen Jugend- und Sportministerium geklärt, fügte sie gegenüber Al Jazeera hinzu.
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