Sport | Fußball
18.11.2018

Nur Arnautovic macht Sorgen vor Nordirland-Match

Der Stürmer hat Knieschmerzen. Das Spiel hat einen Testspielcharakter, weil die Nations League entschieden ist.

Franco Foda stieg gestern Nachmittag mit seiner Reisegruppe in Belfast aus dem Flieger. Zehn Grad plus - eine Mogelpackung, denn Nebel und vor allem der Wind störten die Gemütlichkeit eines Ausflugs nach Nordirland. Die Stimmung? Trotz des 0:0 vom Donnerstag keineswegs unterkühlt.

Für die Österreicher steht endlich wieder ein Testspiel auf dem Programm. Zwar zählt die Partie gegen Nordirland noch zur Nations League. Doch in diesem neuen Bewerb sind in Liga B, Gruppe 3, schon vor dem letzten Spiel die Positionen bezogen. Bosnien spielt bei der nächsten Auflage des Bewerbs als A-Klassler unter den besten zwölf Teams mit, Österreich bleibt im B-Zug, Nordirland muss im niederen C spielen.

Also kann Franco Foda dort fortfahren, wo er im letzten November begonnen hat – mit einem Testlauf. Es wird das zwölfte Spiel unter seiner Leitung und der Ausklang eines langen Länderspieljahres mit elf Spielen. Just mit dem Beginn der Nations League hat sich der Wurm eingeschlichen ins Spiel der Österreicher.

Das ist mit ein Grund, warum trotz Testspielcharakter von den Teamspielern eine große Portion Ernsthaftigkeit in die Partie einfließen soll. Vor allem beim Vorfinden von Torchancen und beim Verwerten der selben. „Doch die Spieler sollen sich nicht zu viel damit beschäftigen. Ich bin überzeugt, das wird wieder kommen“, erklärte Foda. Denn eines wollte er klar stellen angesichts von nur einem Tor in den letzten vier Spielen: „Wir haben kein Stürmerproblem.“

Stabile Defensive

Der 52-Jährige ist nun ein Jahr im Amt und sieht die Entwicklungen in Mannschaft und Spiel noch immer positiv. Warum eigentlich? „Wir sind in der Defensive sehr stabil und bekommen wenig Tore. In vielen Partien haben wir auch viele Chancen vorgefunden, zuletzt weniger, und da hat auch die Effizienz gefehlt. Aber wir sind auf einem guten Weg, die Mannschaft hat einen guten Teamgeist.“ Zweckoptimismus?

In der Leistungssteigerung der zweiten Halbzeit gegen Bosnien glaubt der Deutsche eine Bedienungsanleitung für die Herangehensweise gegen die robusten Nordiren zu erkennen. Weshalb wird er wohl nur wenig ändern an der Besetzung seiner Elf. In Belfast fehlt ein Spieler, der am Donnerstag auf der Bank gesessen ist: Konrad Laimer blieb in Österreich und soll am Dienstag die Unter-21-Auswahl bei der EM-Qualifikation unterstützen. Die Österreicher stehen knapp vor der ersten Teilnahme, weil der Relegations-Hinspiel in Griechenland am Freitag 1:0 gewonnen wurde.

Auch Xaver Schlager wäre dort spielberechtigt. Doch der Salzburger war am Donnerstag zur Halbzeit ins Spiel gekommen und hatte Werbung in eigener Sache gemacht. So viel, dass Foda schon gestern verriet: „Er wird gegen Nordirland beginnen.“ Marko Arnautovic hingegen plagen wieder Schmerzen im Knie. Er wird wohl beginnen. Zumindest.