Eintracht Frankfurt trotzte Barcelona ein 1:1 ab

Eintracht Frankfurt vs FC Barcelona
Das Team von Oliver Glasner hatte 1:0 geführt. Leipzig war früh in Rückstand geraten und hatte am Ende auch noch Pech.

Eintracht Frankfurt hat am Donnerstag in der Fußball-Europa-League einen Achtungserfolg erreicht. Die Hessen erkämpften im Viertelfinal-Hinspiel gegen den FC Barcelona ein Heim-1:1 und dürfen damit weiterhin auf den Einzug ins Semifinale spekulieren. Die Duelle zwischen RB Leipzig und Atalanta Bergamo sowie West Ham und Olympique Lyon endeten ebenfalls 1:1. Braga gewann daheim gegen die Glasgow Rangers 1:0. Die Rückspiele steigen am kommenden Donnerstag.

Die 48.000 Zuschauer in Frankfurt sahen von Beginn an leidenschaftliche Hausherren. Djibril Sow fand bereits in der sechsten Minute eine Topchance vor, setzte den Ball aber aus rund zehn Metern am Tor vorbei. Barca wurde erstmals in der 17. Minute gefährlich - nach einem Fehler des ansonsten starken Martin Hinteregger, der durchspielte, wehrte Eintracht-Goalie Kevin Trapp einen Schuss von Pierre-Emerick Aubameyang ans Außennetz. In der 40. Minute hatte Schiedsrichter Srdan Jovanovic nach einem Zweikampf zwischen Sergio Busquets und Rafael Borre schon auf Elfmeter für die Frankfurter entschieden, nahm den Strafstoß aber zum Ärger von Eintracht-Coach Oliver Glasner nach Betrachten der Videobilder wieder zurück.

Verdiente Führung

Die zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung glückte der Eintracht dann in der 48. Minute. Barcelona wehrte einen Corner zu kurz ab, Ansgar Knauff nahm von der Sechzehnergrenze Maß und versenkte den Ball zum 1:0. Danach erkannten die Gäste den Ernst der Lage und legten auch dank der Einwechslungen von Frenkie de Jong und Ousmane Dembele einen Gang zu. Logische Folge war das 1:1, das an die große Barca-Zeit mit dem aktuellen Trainer Xavi als Spieler erinnerte.

Die "Blaugrana" kombinierte sich mit einmal Berühren über Dembele, De Jong und Torres durch die Abwehr, Torres vollendete (66.). Als Tuta Gelb-Rot sah (78.), war es um die Frankfurter Siegeschancen endgültig geschehen. Barcelona kontrollierte die Partie, spielte aber nicht mit letztem Nachdruck auf das 2:1, weshalb der Eintracht zumindest ein Prestigeerfolg blieb.

Auch Leipzig mit Remis

Mit RB Leipzig holte auch der zweite deutsche Verein vor Heimpublikum ein 1:1. Gegen Atalanta Bergamo gerieten die Sachsen durch eine sehenswerte Einzelaktion von Luis Muriel, der mit einem Schlenzer ins lange Eck traf, in Rückstand (17.). Der Ausgleich der Hausherren entsprang einem Eigentor von Davide Zappacosta (58.). Kurz zuvor hatte Andre Silva für RB einen Elfmeter vergeben. Konrad Laimer spielte durch, sein Leipzig-Teamkollege Dominik Szoboszlai köpfelte in der 82. Minute an die Latte. Andre Silva war bereits in der 24. Minute ebenfalls am Aluminium gescheitert.

In Braga wurde Abel Ruiz mit seinem Treffer in der 40. Minute zum Sporting-Matchwinner gegen die Rangers. West Ham stellte gegen Lyon trotz Unterzahl nach Rot für Aaron Cresswell (45.) durch Jarrod Bowen auf 1:0 (52.), Tanguy Ndombele sorgte in der 66. Minute für den Ausgleich der Franzosen.

Trauner mit Rotterdam 3:3

LASK-Bezwinger Slavia Prag hat am Donnerstagabend in einem turbulenten Viertelfinal-Hinspiel der Conference League Feyenoord auswärts in Rotterdam ein 3:3 (1:1) abgetrotzt. Die Tschechen, die sich gegen die Linzer im Achtelfinale mit einem Gesamtscore von 7:5 durchgesetzt hatten, schufen sich damit eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am nächsten Donnerstag in Prag. Bei den Niederländern spielte der Ex-LASK-Verteidiger Gernot Trauner durch.

Luis Sinisterra brachte die Gastgeber nach einem Konter gleich mit dem ersten Torschuss in Führung (10.), die allerdings Slavia-Kapitän Peter Olayinka kurz vor der Pause ausgleichen konnte (41.). Bei seinem Schuss aus spitzem Winkel und kurzer Distanz stand Prags Yira Sor in Abseitsposition auf der Torlinie und verhinderte damit einen möglichen Rettungsversuch von Trauner. Der Treffer zählte dennoch, auch weil es in der Conference League keine VAR-Überprüfung gibt. Unmittelbar nach dem Pausenpfiff entwickelten sich tumultartige Szenen um den Torschützen Olayinka, der zunächst Rot sah. Der Platzverweis wurde dann vom Referee in eine Gelbe Karte geändert.

Spektakel am Ende

In der zweiten Hälfte brachte Sor - der schon gegen den LASK dreimal getroffen und mit dem Trauner seine Mühe und Not hatte und auch Gelb sah (20.) - die Gäste aus Prag in Führung. Der Nigerianer traf nach Schranz-Vorlage per Knie zum 2:1 (68.). Doch Feyenoord konnte noch einmal kontern. Zunächst besorgte Marcos Senesi den Ausgleich (74.), zwölf Minuten später erzielte Orkun Kökcü per Freistoß das 3:2. Der Schlusspunkt war allerdings den Pragern vorbehalten, nach einem Corner samt Strafraumgewühl netzte Ibrahim Traore zum Endstand (95.).

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