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Sport Fußball
02/11/2021

Zufriedenheit beim LASK, Austria ortet Aufwärtstrend

Die Linzer gewannen in St. Pölten durch drei Tore aus ruhenden Bällen, was die Niederösterreicher besonders ärgert.

Dem LASK ist am Mittwoch in der Fußball-Bundesliga die Rückkehr zu alter Stärke bei Standard-Situationen gelungen. Beim 3:1-Auswärtssieg gegen den SKN St. Pölten wurden alle drei Tore aus ruhenden Bällen erzielt, da ließ sich der Gegentreffer aus einem Corner verschmerzen. Grund zur Freude hatte auch die Admira - mit dem Heim-3:1 über Altach wurde die Rote Laterne an die Vorarlberger abgegeben.

Der LASK wiederum festigte Platz vier und zeigte im Vergleich zu den jüngsten Auftritten gegen Rapid und Austria Klagenfurt eine klare Steigerung. „Ich bin vor allem mit der ersten Hälfte sehr zufrieden, da hatten wir alles im Griff. Letztlich war es ein völlig verdienter Sieg von uns“, erklärte Trainer Dominik Thalhammer.

Nur ein Wermutstropfen blieb, nämlich das Tor des SKN durch Ahmet Muhamedbegovic aus einem Eckball. Der fünfte Gegentreffer aus einem ruhenden Ball in den vergangenen drei Partien brachte noch einmal kurz Unruhe. „Wir haben aus einer Unachtsamkeit das Tor bekommen, da hätte noch einmal etwas passieren können.“

Für die Entscheidung sorgte schließlich Peter Michorl mit seinem zweiten Kopfball-Treffer des Abends. „Aber das wird sicher nicht zur Gewohnheit werden. Ich bin kein Kopfballungeheuer“, sagte Michorl auf Sky. Seine 18 vorangegangenen Oberhaus-Treffer hatte der 1,76 Meter große Mittelfeldspieler allesamt mit dem Fuß erzielt.

Während der LASK offenbar wieder auf Touren kommt, befindet sich beim SKN Sand im Getriebe. Zuletzt gab es drei Niederlagen in Folge und lediglich zwei Punkte aus den vergangenen sechs Runden. Nach einem verheißungsvollen Saisonstart rückt die Meistergruppe in immer weitere Ferne, der Rückstand des Tabellenachten auf den sechstplatzierten WAC beträgt fünf Punkte. „Es ist bitter, dass wir wieder solche Fehler gemacht haben, dann kann man auch nichts mitnehmen“, lautete das Resümee von Coach Robert Ibertsberger.

Der SKN liegt nur noch fünf Punkte vom letzten Platz entfernt, den mittlerweile der SCR Altach innehat. „In der Defensive hat es grauslich ausgesehen“, gab Coach Alex Pastoor zu. „Entschieden wird die Liga aber erst im Mai.“

"Schritt in die richtige Richtung"

Auch Admira-Trainer Damir Buric wies auf die noch lange Saisondauer hin. „Das war ein Schritt in die richtige Richtung, aber mehr auch nicht. Es stehen uns noch harte Wochen und Monate bevor“, betonte der Kroate.

Dass just die beiden Neuzugänge Andrew Wooten und David Atanga für die Tore sorgten, bestätigte Buric in Sachen Transferpolitik. „Der Kader ist jetzt gut zusammengestellt, wir formen uns. Ich sehe eine Entwicklung im Team. Trotzdem sind wir erst am Anfang, doch wir legen großen Wert darauf, eine intakte Mannschaft zu haben“, meinte der 56-Jährige.

Meister Salzburg und die Wiener Austria haben indes ein sehenswertes Bundesliga-Spiel zur beidseitigen Zufriedenheit geliefert. Die Salzburger freute nach dem 3:1 im eigenen Stadion die gelungene Machtdemonstration nach 0:1-Rückstand, die Austria ihre über weite Strecken gezeigte Konkurrenzfähigkeit. In Wien-Favoriten ortet man Aufwärtstendenz. Die „Veilchen“ entwickeln sich laut ihrem Trainer Peter Stöger allmählich „zu einer ordentlichen Fußballmannschaft“.

Die Austria hätte in Salzburg „gerne etwas mitgenommen“, nicht nur Stöger wusste um die Möglichkeit, mit einer Überraschung an den Top sechs anzudocken. „Als wir das letzte Mal die Chance dazu hatten, hatte es noch 25 bis 30 Grad.“ Der Spielfilm war zunächst durchaus nach dem Geschmack des Betreuers. Stöger meinte zu erkennen, wie sein Team dem Favoriten nicht nur den obligatorischen Kampf anbot, sondern sporadisch „die beste Mannschaft in Österreich unter Druck“ setzte, das Spiel beruhigte und die Salzburger zeitweise zu dem zwang, „was sie am wenigsten gern machen: Dass sie auch mal hinten nach laufen“, sagte Stöger auf Sky.

Premierentreffer

Die potenzielle Sensation nach dem 1:0 durch den früheren „Bullen“ Georg Teigl (59.) währte nur sechs Minuten und zwei Salzburg-Wechsel. Mit Patson Daka, vor allem aber Zlatko Junuzovic kam der Umschwung. Und Sekou Koita ist weiter der torgefährlichste Akteur der Liga. Das 13. Saisontor des 21-Jährigen, der einer Dopingsperre entgegensieht, bedeutete das 1:1. Kurz darauf drehte US-Jungstar Brenden Aaronson mit seinem Premierentreffer die Partie endgültig (72.). Auch Luka Sucic durfte noch über sein erstes Ligator jubeln (94.).

Der Druck, den Salzburg nach dem ersten Gegentor im fünften Frühjahrsauftritt entwickelte, war enorm. Die Kadertiefe tat ihr Übriges zur erfolgreichen Verteidigung der Tabellenführung (einen Punkt vor Rapid). „In Salzburg kommen dann die frischen Jungs, die auch Qualität haben“, sagte Stöger. Salzburg-Coach Jesse Marsch meinte: „Schade um das Gegentor, aber die Reaktion nach dem 0:1 zeigt, welche Mentalität in der Gruppe herrscht. Das (die Reaktion, Anm.) war das Beste, seit ich hier in Salzburg arbeite.“

Knapp eine Woche vor dem Heimspiel im Europa-League-Sechzehntelfinale gegen den spanischen Club Villarreal tadelte Junuzovic aber auch die Chancenverwertung. „Zwei, drei haben wir trotzdem zum Ende hin wieder liegen gelassen.“ Dem wollte Marsch nicht widersprechen. „Da hat 'Zladdi' Recht, die Chancenverwertung war nicht gut. Aber ich mache mir da keine Sorgen.“

16. Runde:

Dienstag, 09.02.2021

 

 

Hartberg - WSG Tirol

verschoben

 

Sturm - Ried

2:1

(1:0)

Rapid - WAC

1:0

(1:0)

Mittwoch, 10.02.2021

 

 

St. Pölten - LASK 

1:3

(0:2)

Admira -  Altach

3:1

(1:0)

Tabelle:

1.

Salzburg 16 12 3 2 50:16 34 37

 

2.

Rapid  16 11 3 2 35:20 15

36

 

3.

Sturm 

16

9

4

3

28:13

15

31

 

4.

LASK 

16

9

3

4

33:17

16

30

 

5.

WSG Tirol

15

7

3

5

27:22

5

24

 

6.

WAC

16

6

3

7

24:28

-4

21

 

7.

Austria 

16

4

6

6

20:22

-2

18

 

8.

St. Pölten

16

4

4

8

27:32

-5

16

 

9.

Hartberg

15

3

6

6

15:28

-13

15

 

10.

Ried

16

4

2

10

18:34

-16

14

 

11.

Admira

16

3

3

10

17:40

-23

12

 

12.

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