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Sport Fußball
05/11/2019

Rapid sichert sich ersten Platz in der Qualifikationsrunde

Nach dem 1:0-Heimsieg über Innsbruck haben die Hütteldorfer in der ersten Play-off-Runde Heimvorteil.

von Harald Ottawa

Jetzt dürfen die Rapidler den Urlaub endgültig verschieben: Die Grün-Weißen sicherten sich mit dem 1:0-Heimsieg gegen Innsbruck Platz eins in der Quali-Gruppe und haben in der ersten Play-off-Runde gegen den Zweiten dieser Gruppe am 28. Mai Heimvorteil.

Die Innsbrucker liefen mit breiter und stolzer Brust ein. Zwei Spiele in Serie zu gewinnen, ist jetzt für den Vorletzten schon eine richtige Erfolgsserie. Rapid setzte mit Strebinger einen Teamgoalie auf die Bank, dieser erwarb sich zuletzt nach einigen Unzulänglichkeiten nicht wirklich eine breite Brust. Für ihn ließ Trainer Kühbauer Knoflach die Handschuhe anziehen. Und die Gastgeber taten, was allgemein verlangt und erwartet wurde, sie stürmten sofort in Richtung Wacker-Tor. Halbchancen waren die Folge, wie durch Badji, Grahovac und Murg.

Die beste Möglichkeiten hatte nach Bolingoli-Zuspiel Kapitän Schwab, dessen Schuss Knett aus der Ecke fischte (23.). Kurz zuvor hatte Klem mit einem Schuss ein erstes offensives Lebenszeichen der Gäste abgegeben. Rapids Versuche waren zumeist untauglicher Natur, zumeist war ein Wacker-Bein dazwischen. Die Gäste trauten sich in der Folge etwas mehr – ohne effektiv zu werden. Das war jedoch Rapid vor der Pause auch nicht.

Mehr Tempo

Deshalb wurden die Gastgeber zum zweiten Akt auch mit einigen Pfiffen empfangen. Sofort gaben sie den Ton an. In der 50. Minute traf Schobesberger die Stange; Schönheitsfehler: Es hätte eigentlich eine Flanke werden wollen. Kurz darauf scheiterte erneut der Oberösterreicher zwei Mal aussichtsreich an Knett. Dafür hatte fast Kerschbaum aus einem Freistoß getroffen, Knoflach fischte den Ball aber noch aus dem Kreuzeck (56.).

Belohnt wurde Rapid dennoch: Bolingoli passte zur Mitte, Hupfauf fälschte ab – Aliou Badji traf zur Führung (64.), eine Erleichterung auch für den Großteil der 13.800 Fans. Am Ende gab es einen offenen Schlagabtausch, Badji vergab eine weitere gute Chance, Routinier Dedic, Horvath und Kerschbaum hatten aber famose Ausgleichschancen.

"Der Sieg war verdient, aber wir vergeben zu viele Chancen und machen uns das Leben selbst schwer", gab Kühbauer zu Protokoll. Sein Gegenüber Thomas Grumser gibt sich trotz der misslichen Lage nicht geschlagen: "Wichtig ist, dass wir es noch in der eigenen Hand haben. Wir werden alles tun, um die Liga zu halten".