Finale im Abstiegskampf: Der GAK rettet sich, Blau-Weiß Linz muss runter
Drei Saisonen lang beehrte und belebte Blau-Weiß Linz die österreichische Bundesliga und schaffte dabei im Vorjahr sogar den Sprung in die Meistergruppe. Nun muss der Traditionsklub den bitteren Gang zurück in die zweite Liga antreten. Die 0:3-Heim-Niederlage gegen den direkten Tabellennachbarn GAK besiegelte den Abstieg.
Eiskalt erwischt
Die Hausherren, die im Entscheidungsspiel auf ihre Heimstärke setzten, wurden von den Roten Teufeln aus Graz bereits früh eiskalt erwischt: Nachdem ein Kopfball von Goalgetter Ronivaldo knapp am Tor vorbeistrich, überrumpelte der GAK die Linzer mit einem schnellen Gegenstoß.
BW-Kapitän Seidl leistete sich einen katastrophalen Fehlpass, Lichtenberger zog aus 25 Metern ab – und plötzlich lag der GAK mit 1:0 voran (6.) und die Linzer benötigten schon zwei Tore.
Lichtenberger brachte den GAK mit seinem Distanzschuss auf die Siegerstraße
Wirkungstreffer
Der frühe Rückstand war ein Wirkungstreffer, vor allem weil der GAK nachsetzte und mit seiner aggressiven Herangehensweise Blau-Weiß nicht richtig ins Spiel kommen ließ. Während sich die Linzer immer wieder festliefen, fand der GAK etliche Chancen auf den zweiten Treffer vor.
BW-Goalie Mantl musste sein Team gegen Harakate zwei Mal vor einem weiteren Verlusttor bewahren (39., 42.).
Verdienter Absteiger
Kurz nach dem Seitenwechsel belohnte sich das Team von Ferdinand Feldhofer für den mutigen und entschlossenen Auftritt in diesem brisanten Match: Eine schöne Ballstafette schloss Hofleitner mit dem verdienten 2:0 ab (51.).
Der Widerstand der Linzer war damit zwar noch nicht gebrochen, doch es schien niemand mehr an die Sensation und eine Aufholjagd zu glauben. Auf den Tribünen entlud sich der Frust: GAK-Abwehrchef Pines wurde von einem Bierbecher im Gesicht getroffen.
BW Linz verabschiedet sich aus der Bundesliga
Schwacher Herbst
Der Abstieg der Linzer kommt jedenfalls nicht von ungefähr und ist auch alles andere als unverdient. Ohne Punkteteilung wäre es gar nicht erst zu diesem Showdown in der letzten Runde gekommen. Verspielt haben die Linzer den Klassenerhalt im Herbst, als Coach Mitja Mörec in 15 Ligapartien nur zehn Punkte holte.
WAC im Play-off
Im Schatten des Abstiegs-Duells zwischen Blau-Weiß Linz und dem GAK fiel am Samstag noch eine weitere Entscheidung: Für den WAC, der drei Runden vor Schluss noch am Tabellenende lag, geht die Saison noch weiter: Mit dem 2:0-Heimsieg gegen WSG Tirol fixierten die Wolfsberger die Teilnahme am Europacup-Play-off.
Am Dienstag geht es auswärts gegen die Rieder, die in Altach (0:2) die dritte Niederlage in Serie kassierten.
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