Nach Aufstieg: Der FC Wacker verliert seinen heimlichen Sportchef
Im Tivolistadion wurden in den letzten Jahren einige Fußballfeste gefeiert
Bei der offiziellen Meisterfeier vor zwei Wochen war Harald Gärtner noch voll in Partylaune. Auch wenn sein Abschied vom FC Wacker Innsbruck damals schon feststand, ließ es sich der deutsche Strippenzieher im Hintergrund nicht nehmen, den Titel in der Regionalliga West und die Rückkehr in die Bundesliga gebührend zu feiern.
Fehlstunde
Ganz im Gegensatz zu so manchem Spieler, der den Innsbrucker Verein verlässt, sich bei der Meisterfeier und der Verabschiedung aber nicht mehr blicken ließ (Lucas Scholl, Albin Krasniqi, Mateo Franzotti).
Wacker-Coach Sebastian Siller führte den Verein von der 5. Liga in die 2. Liga
Mission erfüllt
Harald Gärtner war in den letzten Jahren beim FC Wacker meist unter dem Radar unterwegs. In der Öffentlichkeit trat fast ausschließlich Präsident Hannes Rauch in Erscheinung, im Hintergrund zog Gärtner die sportlichen Faden.
Der 57-jährige Deutsche war vom Partnerverein Los Angeles FC als Manager Europe installiert worden und kümmerte sich um die Traditionsklubs FC Wacker und Grasshoppers Zürich.
Beim FC Wacker hatte Harald Gärtner vor allem gemeinsam mit Sportvorstand Jakob Griesebner und Chefcoach Sebastian Siller mit der Entwicklung der Mannschaft tun. Die Mission ist mehr als gelungen: Die Innsbrucker, die vor vier Jahren noch am Boden lagen, schafften drei Meistertitel in Folge und den Durchmarsch von der 5. in die 2. Liga.
Zurück in Ingolstadt
Gärtner kehrt nun zu seinem Herzensverein FC Ingolstadt zurück, wo er schon von 2007 bis 2019 tätig war. In dieser Zeit gelang mit Trainer Ralph Hasenhüttl - übrigens ein Stammgast bei Wacker-Heimspielen - der erstmalige Aufstieg in die deutsche Bundesliga.
Keine Selbstdarsteller
Hat der Abgang von Harald Gärtner Auswirkungen auf den FC Wacker? Präsident Hannes Rauch sagt klipp und klar: "Nein, gar nicht."
Denn Gärtner agierte in den letzten Jahren nicht allein. An seiner Seite fungierte Lukas Grether als offizieller "Managing Director International" von Los Angeles FC und stellte dabei schon einige wichtige Weichen.
Auch Grether verkörpert das Motto, das sich der FC Wacker auf die Fahnen geheftet hat und das Chefcoach Sebastian Siller im KURIER-Interview so schön auf den Punkt gebracht hat:
"Es geht nur mit Bodenständigkeit. Sollten wir irgendwann wieder damit anfangen, von oben herab zu agieren, dann geht es ganz schnell in die andere Richtung."
Kommentare