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Sport Fußball
10/20/2021

Erster Doppelpack für PSG: Superstar Messi ist in Paris angekommen

Drei Monate nach seinem Wechsel zu PSG jubelte der Superstar aus Argentinien über seine zwei Tore gegen RB Leipzig.

Er sei zu alt, hieß es. Er sei ein satter Star, wurde geschrieben. Er hätte nur beim FC Barcelona funktioniert und würde bei Paris Saint-Germain nur noch abkassieren, sagten seine Kritiker. Doch Lionel Messi kann es doch noch. Beim 3:2-Heimsieg gegen RB Leipzig erzielte der Argentinier am Dienstagabend das zweite und dritte Tor seiner Mannschaft. Es war der erste Doppelpack für den Superstar, der im Sommer zur Startruppe in die französische Hauptstadt gewechselt ist.

Womöglich hatte ein besonderer Gast Einfluss auf Messis Leistung – über den Besuch von Ronaldinho (41) war Messi (34) jedenfalls schon vor der Partie sichtlich erfreut. Der Weltstar aus Brasilien, der zu Beginn von Messis Karriere mit ihm zusammen beim FC Barcelona spielte und später ebenfalls in Diensten von PSG stand, besuchte die Partie im Prinzenpark und umarmte Messi auf dem Rasen.

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Kongeniales Duo

Die Klasse von Lionel Messi und vor allem von Kylian Mbappé hielt PSG auf Kurs in Richtung Sieg in Gruppe A. Das Offensiv-Starduo war an allen Treffern beteiligt und harmoniert immer besser. Für Messi läuft es vor allem in der Champions League wie am Schnürchen, da hat er alle seine drei Treffer im PSG-Dress erzielt. Für den deutschen Bundesligisten ist die Aufstiegschance nach dem dritten Nuller hingegen verschwindend gering.

Auch wenn Messi doppelt traf, war doch Mbappé der Mann des Abends. Der im Sommer beinahe zu Real Madrid gewechselte 22-Jährige traf früh (9.), bereitete das 2:2 von Messi (67.) mustergültig vor und holte auch jenen Elfmeter heraus, den der Argentinier zum Siegestreffer (74.) verwandelte. „Er ist der beste Fußballer der Welt, es ist ein Privileg, mit ihm zu spielen“, sagte Mbappé. „Da ist es normal, dass man aus Respekt ihn den Elfer schießen lässt.“

Paris Saint-Germain vs RB Leipzig

Der pfeilschnelle Angreifer hatte auch schon beim 2:0 gegen Manchester City Messis ersten Treffer für seinen neuen Klub vorbereitet. „Es waren einige gute Sachen dabei, einiges war nicht so gut, aber das ist normal, wenn du auf gute Mannschaften triffst“, resümierte Mbappé. Verkraften konnte sein Team die Ausfälle von Neymar und Ángel di Maria sowie einen verschossenen Mbappé-Elfer in der Nachspielzeit – diesmal hatte Messi ihm den Vortritt gelassen.

PSG bleibt ungeschlagen, während Leipzig noch nicht angeschrieben hat. „Fußball ist manchmal nicht gerecht, Paris war eiskalt und hat jeden Fehler bestraft“, sagte ÖFB-Teamspieler Konrad Laimer. „Unter dem Strich können wir aber stolz auf unsere Leistung sein. Wir haben gezeigt, dass wir auf höchstem Niveau mithalten können.“ Laimer hätte bei zwei Chancen (3., 7.) für einen Traumstart sorgen können – am Ende blieb die Enttäuschung.

Historische Niederlage

Eine historische Abreibung erlebte Borussia Dortmund – 0:4 bei Ajax Amsterdam. Im Frust über die höchste Niederlage in der langen Champions-League-Historie seines Herzensklubs verspürte Kapitän Marco Reus wenig Lust auf Schönfärberei. „Es stand nicht auf dem Plan, dass wir hier so untergehen“, klagte der Nationalspieler.

Von Ausnahmestürmer Erling Haaland waren in 90 Minuten nur ein Ball an die Latte und eine zweite Chance zu sehen. Der offensichtliche Klassenunterschied zwischen beiden Teams gab auch Mittelfeldspieler Julian Brandt zu denken: „Es war für uns eine Lehrstunde. Wir haben unsere Grenzen aufgezeigt bekommen. Diese Niederlage tut extrem weh.“

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