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Sport Fußball
08/08/2021

Dortmund nach Haaland-Triplepack: "Wir geben ihn nicht ab"

Man habe sich in der Chefetage des Klubs festgelegt. Der Norweger wird diesen Sommer nicht verkauft.

Torphänomen Erling Haaland hat direkt wieder mit einem Torfest losgelegt. Der Norweger erzielte beim 3:0-Sieg von Borussia Dortmund im DFB-Pokal bei Drittligist Wehen Wiesbaden alle Tore. Aus der Chefetage folgte unmittelbar wieder das klare Signal: Wir geben diesen Mann nicht ab! „Wir haben uns klar festgelegt“, stellte Sebastian Kehl klar. Doch die Bayern verfolgen die Entwicklung des 21-Jährigen ganz genau.

„Klar, das ist ein Topspieler, ein Superjunge, wie ich höre. Da schaut man hin“, sagte Sportvorstand Hasan Salihamidzic am Sonntag in der Talksendung „Doppelpass“ bei Sport1. „60 Spiele, 60 Tore, da muss man hinschauen, sonst wären wir ja Vollamateure“, sagte Salihamidzic. Er verhehlte ein Interesse des deutschen Rekordmeisters nicht: „Das ist ein Topspieler, den die ganze Welt will - wahrscheinlich.“

Aktuell sind die Bayern auf der Mittelstürmerposition allerdings noch mit Weltfußballer Robert Lewandowski bestens besetzt. Der in Kürze 33-jährige Pole steht noch bis Mitte 2023 in München unter Vertrag.

Dortmund will Haaland auch nicht abgeben, doch sein bis 30. Juni 2024 laufender Vertrag ist wohl mit einer vorzeitigen Ausstiegsklausel versehen. Die Zahlen sprechen längst für sich: In 60 Partien für den BVB gelangen Haaland 60 Tore. „Er hat unglaubliche Power und Wucht. Er ist jetzt noch einmal auf einem anderen Niveau, was mitspielen betrifft. Er hat sich an große Ligen gewöhnt“, sagte Marco Rose, dessen Pflichtspiel-Debüt bei Dortmund gelang.

Rose und Haaland hatten 2019 in Salzburg schon ein halbes Jahr zusammengearbeitet. Damals kam der bullige Blondschopf bei Rose jedoch kaum zum Einsatz, Munas Dabbur war der unumstrittene Einserstürmer. So ging es „step by step“, wie Rose anmerkte. „In Salzburg hat er angefangen, in einer kleineren Liga. In Dortmund hat er eingeschlagen, dementsprechend ist er einen stetigen Weg in seiner Entwicklung gegangen.“

Was den Ausnahmeathlet so gefährlich macht: Er ist nie zufrieden. Beim Stand von 3:0 sah Rose auch deshalb davon ab, seinen Toptorjäger vorzeitig auszuwechseln. Später sprach der Trainer Worte, die fast wie eine Drohung klingen: „Er weiß, dass wir noch ein paar Dinge weiterentwickeln können.“

Haaland selbst verabschiedete sich an einem lauen Sommerabend als einer der Letzten in die Kabine. Auf der Tribüne wollten die „Erling, Erling“-Rufe auch weit nach dem Abpfiff nicht enden. Haaland schickte später einen mit einem Blitz-Smiley versehenen Gruß in die sozialen Medien: „Die Saison hat begonnen.“ Es war eine Botschaft in fetter Schrift und Großbuchstaben.

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