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Sport Fußball
11/26/2019

Austria: Kein Geld für Transfers, aber Strafe nach Fan-Eklat

Die ersten Verträge laufen 2020 aus, die meisten aber erst 2021 und 2022. Neuverpflichtungen sind keine in Sicht.

von Alexander Strecha

Während die Austria sportlich im Herbst noch das Ruder in Richtung Meistergruppe herumreissen möchte, ist sie in der Wintertransferzeit wohl zur Untätigkeit gezwungen. Wie Sportvorstand Peter Stöger schon vor einigen Wochen erklärte, ist das nötige Kleingeld für Zugänge nicht vorhanden. Neuverpflichtungen werden daher nur dann möglich, wenn man sich gleichzeitig von Spielern trennen kann.

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Doch das dürfte kein leichtes Spiel werden, zumal die ersten Verträge erst im Sommer 2020 auslaufen, jene von Florian Klein und Dominik Prokop. Optionen können bei den Torhütern Lucic und Pentz gezogen werden. Die meisten Kontrakte enden überhaupt erst im Sommer 2021, bei insgesamt acht Spielern. Sechs Austrianer stehen noch bis 2022 unter Vertrag, fünf weitere (alles junge Talente) verfügen über ein längerfristiges Arbeitsverhältnis bis 2023.

Neue finanzielle Quellen

Der Umbau des violetten Kaders wird somit nicht so schnell wie von vielen gewünscht vonstatten gehen. Aktuell ist Stöger ohnehin vielmehr umtriebig, um neue finanzielle Quellen für die Veilchen zu erschließen. Noch in diesem Jahr möchte man dafür sorgen, dass die Saison bis zum Sommer 2020 gesichert ist. Aktuell sieht es diesbezüglich nicht schlecht aus.

Den Fans bietet man am Samstag vor dem Heimspiel gegen Hartberg zwar keine neue Mannschaft, dafür aber im Rahmen eines Flohmarktes viele Utensilien der Kampfmannschaft wie Trikots, Winterjacken und warme Kleidung. Warm anziehen muss sich die Austria ohnehin.

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Geldstrafe der Bundesliga

Am Dienstag kam dann auch noch eine Geldstrafe der Bundesliga zu den finanziellen Problemen der Austria hinzu. Für das Verhalten der Fans im Spiel gegen den LASK - Es flogen Leuchtraketen aufs Feld, das Match war für zehn Minuten unterbrochen - fasste der Strafsenat nun folgenden Beschluss: Die Austria wurde zu einer Geldstrafe von 19.300 Euro "wegen Zuschauerfehlverhalten und missbräuchlicher Verwendung von Pyrotechnik" verurteilt.

Davon werden jedoch 7.300 Euro bedingt nachgesehen, "sofern die Anzahl der Auswärtsordner bei Auswärtsspielen bis zum Ende des Grunddurchgangs verdoppelt werden" und "ein Verhaltenskodex für Fans erstellt wird."

Um die Auflage der Liga umzusetzen, muss die Austria bei den ausstehenden drei Auswärtspartien des Grunddurchgangs - bei Rapid, Altach und Sturm Graz - einen Ordner pro 50 Fans abstellen. Regulär ist ein Ordner pro 100 vorgesehen.

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