Scharfe Worte: SKN-Trainer Alexander Schmidt

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Sport Fußball
09/21/2019

Derby der Prügelknaben: "Dürfen unseren Namen nicht zerstören"

Die Admira empfängt St. Pölten zum Krisen-Derby. SKN-Trainer Alexander Schmidt übt scharfe Kritik an seiner Mannschaft.

von Alexander Huber

0:5 und 0:6. Die Vorboten auf das NÖ-Derby klingen katastrophal. Die Admira steckt seit Saisonbeginn im Tabellenkeller fest, der SKN St. Pölten hat sich zuletzt in Altach wie ein Absteiger präsentiert. In Summe haben die beiden Prügelknaben der Liga in sieben Runden erst acht Treffer erzielt und 43 Gegentore erhalten.

Der große Unterschied: In der Südstadt versprüht der neue Trainer Klaus Schmidt vor seinem ersten Heimspiel Optimismus, in St. Pölten schaltete sein Namenskollege mit dem Vornamen Alexander in den Krisenmodus. „Die Spieler haben diese Woche viele Stunden auf dem Gelände verbracht, damit sie sehen: Es geht auch anders“, erklärt der SKN-Coach die zusätzlichen Trainings- und Analyseeinheiten. „Gegen Hartberg und Altach hat der letzte Wille gefehlt. Da will ich auch keine Wohlfühloase.“

Schmidt war bereits zu Saisonbeginn ein Mann der klaren Worte, jetzt kommt neue Schärfe in seine Sätze: „Ein 0:6 lassen wir uns als Verein nicht gefallen. Wir dürfen unseren Namen nicht zerstören.“

Letzte Chance

Der 50-Jährige (zuletzt im Red-Bull-Nachwuchs tätig) stellt klar: „Wer jetzt nicht voll mitzieht, wird lange nicht mehr dabei sein.“

Balic im Fokus

Husein Balic, der im Winter verkauft werden könnte, bekommt die Rute ins Fenster gestellt: „Es geht selten gut, wenn jemand mit dem Kopf woanders ist. Wir brauchen Leistung und Tore von ihm.“

Neben Haas (gesperrt) dürfte auch der zweite und damit letzte gelernte Außenverteidiger im Kader fehlen: „Bei Ingolitsch kann es sich kaum ausgehen. Und auch Tormann Riegler ist äußerst fraglich. Wir müssen improvisieren.“ Oder begnadigen: Petrovic ist zurück im Kader.

Da wirken die vielen Ausfälle in der Defensive der Admira beinahe überschaubar. Im Spiel nach vorne fehlt der verletzte Rückkehrer Pusch. Einig sind die beiden Schmidts: „Leckerbissen wird es eher keiner.“