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Sport Fußball
12/05/2021

Der LASK gewinnt das Derby in Oberösterreich

Die Entscheidung fiel schon in den ersten Minuten durch ein Elfmeter-Tor von Sascha Horvath. Der WAC fertigte Altach ab.

Der LASK hat sich mit einem 1:0-Derbysieg gegen die SV Ried im Rennen um die Meistergruppe in der Fußball-Bundesliga zurückgemeldet und sich für die Niederlage im ersten Saisonduell revanchiert. Ein von Sascha Horvath verwandelter Handelfmeter (4.) machte am Sonntag im wenig hochstehenden, aber turbulenten 62. Oberösterreich-Derby den Unterschied. Rieds Stefan Nutz vergab hingegen einen Foulelfmeter (77.). Die Ungeschlagen-Serie der „Wikinger“ endete nach vier Partien.

Der LASK spielte nach einer Roten Karte für Milos Jovicic (3.) eine Hälfte lang in Überzahl, musste nach Gelb-Rot für Peter Michorl (50.) aber doch noch um den vierten Saisonsieg zittern. Die Linzer verkürzten den Rückstand in der Tabelle auf Ried und auf die Top sechs der Liga auf vier Punkte. Nach einem weiteren Heimspiel in der Conference League gegen Helsinki gastieren die Linzer zum Jahreskehraus bei der Wiener Austria. Ried empfängt Altach. Danach sind bis zur Liga- und Punkteteilung noch vier Runden zu spielen.

Das erste in Pasching ausgetragene Oberösterreich-Derby begann mit einem doppelten Nackenschlag für die Gäste. Der anstelle von Christoph Monschein (Oberschenkelzerrung beim Aufwärmen) als LASK-Mittelstürmer aufgebotene Husein Balic spritzte in einen von Jovicic völlig verunglückten Rückpass-Versuch und legte den Ball vor dem herausstürmenden Samuel Sahin-Radlinger quer auf Horvath, dessen Schuss Jovicic mit der Hand parierte (3.). Horvath trat an und verwertete mit etwas Glück zu seinem sechsten Saisontor. Sahin-Radlinger war mit den Fingerspitzen noch dran (4.).

Keine Vorentscheidung

Der LASK verpasste es im Anschluss trotz aller Spielkontrolle die Vorentscheidung herbeizuführen. Chancen dazu waren da. Thomas Goiginger wurde nach einem für ihn typischen Antritt geblockt (16.), ein Schuss von Lukas Grgic von der Strafraumgrenze fiel zu zentral aus (30.). Auch Michorl wurde vom starken Tin Plavotic entscheidend geblockt (39.), bei einem Kopfball von Philipp Wiesinger machte Sahin-Radlinger den Winkel zu (40.).

Ried verteidigte diszipliniert, bei möglichen Umschaltmomenten war der Weg aber stets weit. Einem Torerfolg kamen die Wikinger im ersten Abschnitt nur einmal nahe, als sich LASK-Goalie Alexander Schlager bei einem Corner von Stefan Nutz verschätzte. Markus Lackner verfehlte das Tor nur knapp (17.).

Michorl setzte unmittelbar nach Wiederbeginn einen Kopfball knapp vorbei (46.) und raubte seinem Team mit einem unnötigen Einsteigen gegen Philipp Pomer den numerischen Vorteil. Die mit Gelb-Rot quittierte Grätsche fand weit in der Rieder Hälfte statt (50.).

LASK - SV Ried 1:0 (1:0).

Tor: 1:0 ( 4.) Horvath (Handelfmeter)

LASK: Schlager - Potzmann, Boller, Wiesinger, Renner - Holland, Grgic (82. Hong) - Goiginger (95. Luckeneder), Michorl, Horvath (81. Gruber) - Balic (46. Nakamura)

Ried: Sahin-Radlinger - Jovicic, Lackner (71. Offenbacher), Plavotic - Wießmeier, Stosic, Ziegl, Pomer - Nutz (82. Chabbi) - Bajic, Satin (64. Mikic)

Rote Karte: Jovicic (3./Torraub)

Gelb-Rote Karte: Michorl (50./Foul)

Gelbe Karten: Holland, Grgic, Horvath, Wiesinger, Potzmann, Goiginger bzw. Ziegl, Wießmeier

Im Spiel zehn gegen zehn entwickelte sich erstmals ein offenes Spiel. Ante Bajic schoss ins Außennetz (55.), der finale Knackpunkt kam aber wesentlich später, als Nutz den Elfmeter mit Rücklage über die Latte schoss (77.). Schiedsrichter Alexander Harkam hatte zuvor seine Entscheidung revidiert und nach On-Field-Review ein Foul von Wiesinger an Bajic erkannt. Im Finish ging es munter hin und her, Tore fielen aber nicht mehr. Rieds „Superjoker“ Leo Mikic, der zuletzt dreimal in den jüngsten vier Partien getroffen hatte, blieb ohne Stich.

Der nächste WAC-Sieg

Einen 3:0-Sieg feierte der Wolfsberger AC gegen Schlusslicht Altach. Die Schneemassen im Lavanttal machten schon früh klar, dass die Partie nicht plangemäß angepfiffen werden konnte. Mit Hilfe von zahlreichen Freiwilligen und sogar der Feuerwehr konnte der Platz aber geräumt werden, sodass es mit zweieinhalb Stunden Verspätung doch losgehen konnte. Das Feld war so grün, dass nicht einmal der rote Ball notwendig gewesen wäre.

Das rote Spielgerät sollte den Hausherren jedoch Glück bringen. Tai Baribo brachte die Kärntner nach schöner Aktion und Assist von Mario Leitgeb aus kurzer Distanz in Führung (38.). Nach Seitenwechsel erhöhten Dario Vizinger (70.) und Eliel Peretz (77.) auf 3:0. Der Sieg der Kärntner ging voll und ganz in Ordnung, waren sie doch in allen Belangen überlegen.

Die Gäste aus Vorarlberg waren offensiv über weite Strecken zu harmlos und konzentrierten sich vor allem in der ersten Hälfte fast ausschließlich aufs Verteidigen. Erst als der WAC in den Verwaltungsmodus schaltete, traute sich die Mannschaft von Trainer Damir Canadi mehr in die Offensive.

Die fünfte Niederlage in Serie war da jedoch  längst besiegelt. Die Kärntner hingegen setzten sich mit dem zweiten Sieg in Folge auf Platz zwei und sind jetzt der erste Verfolger von Tabellenführer Salzburg. Vor der Winterpause geht es für Coach Robin Dutt und sein Team noch nach Hartberg.

 1. Red Bull Salzburg  17 13 3  1 37:12  25 42 
 2. WAC                17  9 3  5 29:26   3 30 
 3. Sturm Graz         17  8 4  5 34:26   8 28 
 4. Austria Klagenfurt 17  6 7  4 26:24   2 25 
 5. Rapid Wien         17  5 6  6 25:26  -1 21 
 6. Austria Wien       17  4 9  4 22:19   3 21 
 7. SV Ried            17  5 6  6 22:33 -11 21 
 8. TSV Hartberg       17  5 5  7 26:26   0 20 
 9. WSG Tirol          17  4 7  6 25:30  -5 19 
10. LASK               17  4 5  8 20:24  -4 17 
11. FC Admira          17  3 7  7 20:23  -3 16 
12. SCR Altach         17  3 4 10  9:26 -17 13 
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