Europa League - Group H - SK Rapid Wien v KRC Genk

© REUTERS / LEONHARD FOEGER

Sport Fußball
09/21/2021

Corona-Regeln: Nur noch geimpft oder genesen zu Rapid und Austria

Neuigkeiten für alle Fußball-Fans in Wien: Die neuen Corona-Regeln betreffen auch den Besuch im Stadion.

von Alexander Strecha, Harald Ottawa

In Wien gelten ab 1. Oktober strengere Corona-Maßnahmen. Das gab Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) am Dienstag bekannt. So muss etwa künftig beim Besuch in Lokalen der Nachtgastronomie sowie von Veranstaltungen mit mehr als 500 Menschen ein 2G-Nachweis erbracht werden. Das bedeutet, dass nur geimpfte oder genesene Personen Zutritt haben. 

Diese neuen Regelungen haben auch Auswirkungen auf den Sport in Wien, besonders natürlich den Fußball. Denn somit dürfen auch bei Heimspielen von Rapid und Austria nur mehr jene Zuschauer ins Stadion, die geimpft oder genesen sind. Das betrifft somit etwa bereits das Heimspiel Rapids gegen die WSG Tirol am 3. Oktober. Die Austria hat zumindest noch bis 16. Oktober, also bis nach der Länderspielpause, Schonfrist, ehe das nächste Heimspiel gegen die Admira folgt.

Die Wiener Sportvereine besprachen am Dienstag intensiv die neue Situation. Es betrifft allen voran Rapid und Austria, die Vienna Capitals im Eishockey, die Fivers im Handball, allerdings nicht den vermeintlichen Stadtrivalen Westwien, sehr wohl aber das Tennis-Turnier in der Wiener Stadthalle.

Bei der Austria erwartet man grundsätzlich einen Rückgang an Zuschauern. Wie viele der Abonnenten geimpft sind, ist dem Verein unbekannt. Die Austria wird auch nicht zu einer Impfung aufrufen, weil sie nur die Vorgaben der Politik umsetzen muss.

Es besteht jedoch die Hoffnung, dass geimpfte Fans, denen bis dato ein Stadionbesuch zu unsicher war, unter den neuen Rahmenbedingungen doch den Weg in die Generali Arena finden.

Kuriose Situation

Keine Missstimmung herrscht bei Herwig Straka, dem Turnierboss des Tennisturniers Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle, das heuer von 25. bis 31. Oktober stattfindet. Im Gegenteil. „Ich bin über diese Entscheidung sogar erleichtert. Weil wir wissen, dass wir mit einer vollen Halle rechnen können, weil es uns Planungssicherheit gibt“, sagt der Steirer mit einem Blick auf das Jahr 2020. Damals wurde die Zahl der erlaubten Zuschauer in den Monaten zuvor immer weiter zurückgeschraubt, schließlich waren pro Session (Tag und Abend) nur noch 1.000 Fans erlaubt. „Außerdem ist bis zum Turnierstart noch viel Zeit für die Impfung Impfen“, sagt Straka.

Kurios ist die Situation bei den zwei Wiener Handball-Bundesligisten. Während die Fivers aus Margareten von der neuen Regelung betroffen sind, können sich die Verantwortlichen von Westwien entspannt zurücklehnen, weil die Wiener ihre Heimspiele in der Südstadt, sprich in Niederösterreich austragen. Manager Conny Wilczynski: „Uns betrifft es nicht, aber ich denke, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis diese Regelung ausgeweitet wird.“

Thomas Menzl von den Fivers sagt: „Ich habe das erwartet. Ich denke, es wird auch eine 1-G-Regel kommen. Am Donnerstag steht bei uns vor der Halle ein Impfbus. Jeder, der sich impft, bekommt zwei Karten für ein Spiel.“

Betroffen ist auch das Prestige-Derby in der Fußball-Regionalliga zwischen dem Wiener Sport-Club und der Vienna am 15. Oktober in Wien-Hernals, wo rund 6.000 Zuschauer erwartet werden. Die Impfquote unter den Fans der beiden traditionsreichen Vereine dürfte sehr hoch sein. Rund 90 Prozent der Abo-Käufer beim Sport-Club haben sich mit ihrem Impfpass die Dauer-Zutrittskarte geholt. Bei den Auswärtsfahrten saßen zuletzt ausschließlich geimpfte Fans in den Bussen.

Bedenken in der Eishallen-Praxis

Die Vienna Capitals, die vor der Pandemie einen Zuschauerschnitt von 5.000 hatten, hoffen, dass jetzt Planungssicherheit herrscht und es keine Limits bei der Auslastung mehr gibt.  Manager Kalla sagt: „Mit Abonnenten, die sich der 2-G-Regel nicht unterwerfen wollen, wird es eine Lösung geben.“   Bedenken gibt es in Kagran aber wegen Durchmischung an Spieltagen bei Partien kleinerer Klubs mit den hunderten Hobby- sowie Nachwuchsspielern sowie deren Eltern.

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