CORONAVIRUS - UNTERSTÜTZUNG DER HEIMISCHEN GASTRONOMIE: KOGLER

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Sport Fußball
05/11/2020

Werner Kogler: Bundesliga soll "Ende Mai, Anfang Juni" starten

Der Sportminister geht davon aus, dass es bereits bis Mittwoch zu einer Lösung für die Bundesliga kommen könnte.

Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler (Grüne) ist zuversichtlich, dass die heimische Fußball-Bundesliga nach der Coronavirus-Pandemie "Ende Mai, Anfang Juni" ihren Spielbetrieb wird fortsetzen können. Das Mannschaftstraining werde ja noch "mit dem Hochfahren ab 15. Mai", also am kommenden Freitag, zugelassen, sagte der 58-Jährige am Montag in Wien bei einer Pressekonferenz auf APA-Anfrage.

Laut Kogler schaue es für die Bundesliga "ganz gut aus". Er habe sich zuletzt bei den "intensiven Gesprächen" zwischen dem Gesundheitsministerium, der Bundesliga und dem Österreichischen Fußball-Bund (ÖFB) "sehr eingesetzt zu vermitteln. Und ich darf berichten, dass heute noch Schlussgespräche stattfinden", betonte der 58-Jährige, der davon ausgeht, "dass wir hier zu einer Lösung in dieser Woche - vielleicht schon bis Mittwoch - kommen". Über den genauen Spielplan müsse dann die Bundesliga selbst entscheiden.

Durchgehende englische Wochen

Laut APA-Informationen soll es nach einem zweiwöchigen Mannschaftstraining wieder mit durchgehenden englischen Wochen - also zwei Partien für jeden Klub pro Woche - losgehen. Als erstes Match ist das verschobene ÖFB-Cup-Finale zwischen Titelverteidiger Red Bull Salzburg und Zweitligist Austria Lustenau geplant. In der Bundesliga sind nach Abschluss des Grunddurchgangs jeweils noch zehn Runden in der Meister- sowie Qualifikationsgruppe sowie drei Spiele im Europa-League-Play-off ausständig.

Markus Kraetschmer, der Vorstandsvorsitzende von Fußball-Bundesligist Austria Wien, sieht nach der Ankündigung Koglers jedenfalls schon Licht am Horizont. "Es scheint wirklich so zu sein, dass wir zu einer vernünftigen Lösung in den nächsten Stunden oder Tagen kommen", sagte Kraetschmer am Montag bei einer Pressekonferenz des Klubs mit Blick auf die anvisierte Wiederaufnahme des Spielbetriebs.

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Kraetschmer erwartet eine Verordnung, welche die Leitlinien für die Fortsetzung der Saison in der obersten Spielklasse festlegt. Die weiteren Schritte hinsichtlich des Starttermins müsse die Bundesliga dann "sehr schnell" entscheiden, meinte Kraetschmer. "Denn der 15. Mai, der immer als Stichtag genannt wurde, ist schon der Freitag diese Woche. Der ist für die Planbarkeit der Klubs sehr wichtig."

Jauk plädiert für Spiele mit limitierter Anzahl Fans

Auch Sturm-Graz-Präsident Christian Jauk hofft auf den baldigen Neustart. In einem Interview mit der Kleinen Zeitung beschrieb Jauk sein Wunschszenario für die kommenden, entscheidenden Tage. "Eine klare Anweisung, wie wir starten können, und dass es Ende Mai/Anfang Juni wieder mit der Liga weitergeht", sagte Jauk. Denn "ohne Fußball zu spielen, fehlt die Existenzgrundlage. Keine Spiele, keine Einnahmen. Das übersteht jeder Verein und jede Liga nur eine kurze Zeit."

Falls überhaupt, wird es wohl ohne Zuschauer losgehen. Jauk plädiert aber dafür, Lösungen zu finden, um Fans auch das Live-Erlebnis im Stadion bald wieder zu ermöglichen. "Gerade als Freiluftsport würden sich innovative Lösungen anbieten. Mit dem nötigen Abstand, einem gesunden Ausmaß an Personen und kreativer Schutzmaßnahmen halte ich Fußballspiele mit einer gewissen Anzahl an Zuschauern durchaus für möglich", erklärte der Clubchef. Denn selbst Geisterspiele würden den Grazern Verluste in Millionenhöhe bescheren, gab Jauk an.