Sensation in der Champions League: Bodö/Glimt kickt Inter raus

Für Inter Mailand war im Play-off der Champions League überraschend Endstation. Die Italiener scheiterten am norwegischen Underdog Bodö/Glimt.
Bodö/Glimt jubelt

Es ist tatsächlich geschehen: Bodö/Glimt, das Team aus einem norwegischen Städtchen nördlich des Polarkreises, hat Inter Mailand, den Kult-Klub aus der Millionen-Metropole eliminiert. Nach dem 3:1 im hohen Norden feierte der Underdog auch im Play-off-Rückspiel einen Erfolg, siegte sensationell mit 2:1 und steht im Achtelfinale. 

Inter erarbeitete sich im San Siro von Beginn an ein klares Übergewicht, war aber im Abschluss nicht effizient genug. Gäste-Tormann Nikita Haikin rückte mehrmals in den Mittelpunkt, wehrte etwa einen Schuss von Federico Dimarco (12.) und Kopfball von Davide Frattesi (28.) ab. Dazwischen war ein Thuram-Schuss übers Tor abgefälscht worden (15.). Auch nach dem Seitenwechsel drängten die in der Serie A nach zuletzt sechs Siegen und mit einem Zehn-Punkte-Vorsprung auf Lokalrivale AC Milan vor dem Meistertitel stehenden Italiener auf den Führungstreffer. 

Der fiel allerdings entgegen des Spielverlaufs auf der anderen Seite - dank eines Inter-Geschenks. Der kurz zuvor wegen einer blutenden Wunde verarztete Innenverteidiger Manuel Akanji bediente nach einem Haken zurück und missglückten Rückpass Bodös Ole Blomberg. Dessen Schuss konnte Yann Sommer noch parieren, gegen den Nachschuss von Jens Petter Hauge (58.) war er aber machtlos. Akanji hätte seinen Fehler bei einem Stangentreffer (69.) beinahe ausgebessert, wie im Hinspiel hatte Inter mit Aluminiumpech zu kämpfen. Und es kam noch schlimmer, Hakon Evjen (72.) schloss eine sehenswerte Aktion mit dem 0:2 ab. Der Anschlusstreffer von Alessandro Bastoni (76.) fiel nicht mehr ins Gewicht. 

Neben Bodö/Glimt stehen auch Atletico Madrid (4:1 gegen Brügge), Leverkusen (0:0 gegen Olympiakos) und Newcastle (3:2 gegen Karabach) im Achtelfinale. Die Auslosung erfolgt am Freitag.

Kommentare