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Kein Sieger im Bundesliga-Schlager Salzburg vs. Sturm

Im Duell der beiden Meister der vergangenen 12 Jahre gab es ein spätes 1:1-Unentschieden.
Sturm Graz ist zu Gast in Salzburg

Der Titelkampf in der Fußball-Bundesliga ist am Sonntag noch einmal um eine Spur spannender geworden. Durch ein 1:1 von Red Bull Salzburg gegen Titelverteidiger Sturm Graz liegen aktuell drei Teams innerhalb von zwei Punkten. Sturm liegt nach dem Punkt wieder in Führung.

Temporär, denn schon am Montagabend könnte der LASK gegen Rapid ebenso punkten und sich Platz eins zurückholen. Und sollte Rapid in Linz gewinnen, würden zwei Runden vor Schluss gar vier Teams innerhalb von nur zwei Punkten liegen. So weit ist es aber noch nicht.

Der Star auf der Bank

Beim Schlager in Salzburg musste bei Sturm Topstar Otar Kiteishvili auf der Bank Platz nehmen – die Wade zwickte den Georgier. An seiner statt begann sein Landsmann Gizo Mamageishvili.

Den ersten Torschuss in der Partie gabs schon nach weniger als einer Minute. Salzburgs Kitano kam nach einem Einwurf halbvolley zum Abschluss, verzog aber.

Der Versuch des Japaners war der Auftakt in eine Partie, die zunächst einmal erwartungsgemäß begann. Beide Teams verzichteten gemäß ihrer Trainer-Philosophien auf längere Ballbesitz-Phasen. Nach jeder Balleroberung ging es sofort vertikal in Richtung spitze. Oft mit langen, hohen Bällen. Nicht ganz so oft mit Präzision.

Allerdings: Die Gastgeber waren es, die sich um mehr Spielkultur bemühten und sich nach einem schön herausgespielten Angriff über mehrere Stationen auch belohnten: Vertessen staubte zur Führung ab, nachdem Kjaergaard mit seinem Schuss noch an Sturm-Goalie Chudjakow gescheitert war (22.). Dass die Salzburger Führung verdient war, unterstrich der nächste Angriff: Torschütze Vertessen traf diesmal aber nur die Stange.

Die Grazer blieben ihrem Stil treu, wurden damit aber bis zur Pause nur ein einziges Mal gefährlich: Nach einem langen Ball scheiterten Malone und Mamageishvili. Die Gastgeber indes wurden noch einmal durch Kitano und Onisiwo vorstellig.

Unterhaltsame Partie

Ob es sich nach der Pause für die Salzburger rächen sollte, dass man aus der Überlegenheit in Hälfte eins nicht mehr gemacht hat? Sturm legte jedenfalls zu. Nicht an Klasse, aber an Wucht – und wurde dadurch gefährlicher und im Strafraum der Gastgeber immer präsenter. Jatta vergab die beste Möglichkeit. Sturm drückte in dieser Phase, doch Salzburg blieb über schnelle Konter ebenso gefährlich. Kitano und Krätzig scheiterten in einer mittlerweile sehr unterhaltsamen Partie, in der es mit ordentlichem Tempo hin und her ging.

Sturm-Trainer Ingolitsch legte in der Schlussphase mit einem Dreifachtausch nach. Dabei kam auch Regisseur Otar Kiteishvili in die Partie und das sollte sich spät aber doch noch auszahlen. 

Zunächst hätte bei Salzburg Joker Konate alles klarmachen können, scheiterte aber aus guter Position kläglich (86.). Und so wurde Salzburg bestraft. Kiteishvili steckte den Ball durch auf Kayombo, der ebenfalls als Joker ins Spiel gekommen war. Der 20-jährige Franzose traf gekonnt ins lange Eck – der Ausgleich (93.).

Der letzte Jubel im Spiel verstummte schnell. Yeo drückte den Ball zum vermeintlichen 2:1 für Salzburg über die Linie, war dabei aber im Abseits gestanden (95.).

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