epa03819574 Braunschwieg's Marco Caligiuri (r) and Bremen's Zlatko Junuzovic in action during the German Bundesliga match between Eintracht Braunschweig and SV Werder Bremen at Eintracht Stadium in Braunschweig, Germany, 10 August 2013. (ATTENTION: Due to the accreditation guidelines, the DFL only permits the publication and utilisation of up to 15 pictures per match on the internet and in online media during the match.) EPA/PETER STEFFEN

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Werder Bremen
08/12/2013

"Bin ein flexiblerer Spieler geworden"

Der Ex-Austrianer Zlatko Junuzovic ist in Bremen zu einem Führungsspieler gereift.

Zlatko Junuzovic ist mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen zur österreichischen Fußball-Nationalmannschaft angereist. Der 26-Jährige schoss Werder Bremen am Samstag zum 1:0-Auswärtssieg in Braunschweig und erwischte damit einen optimalen Start in die neue Saison der deutschen Bundesliga. "Das war ein persönliches Highlight, aber wichtiger waren die drei Punkte", erklärte der Mittelfeldspieler, der vom Fachmagazin kicker mit der Note 2,5 bedacht und zum "Spieler des Spiels" gekürt wurde.

Vor der Braunschweig-Partie war Werder noch als Abstiegskandidat gehandelt worden. "Deshalb war dieser Sieg eine riesige Erleichterung. Ich hatte noch immer das verpatzte Frühjahr im Hinterkopf, auch im Urlaub habe ich mir immer über diese Situation Gedanken gemacht. Dann hatten wir noch die durchwachsenen Vorbereitungsergebnisse und das grauenhafte Cup-Match (Anm.: Out gegen den Drittligisten Saarbrücken)", erzählte Junuzovic.

Nicht nur aufgrund seines Gold-Tores ist der Ex-Austrianer bei Werder mittlerweile zu einer prägenden Persönlichkeit gereift. "Ich bin schon einer der Älteren in der Mannschaft, jetzt auch im Spielerrat und war in ein paar Testspielen Kapitän. Deswegen habe ich schon eine gewisse Verantwortung, die mich beflügelt. Es hilft, wenn man merkt, dass man wichtig ist", sagte der 25-Jährige.

Während Junuzovic im ÖFB-Team als offensivster Spieler im zentralen Mittelfeld agiert, nimmt er bei Werder eine deutlich defensivere Position ein. "Wir spielen ein 4-3-3 mit drei Sechsern, und einer davon bin ich", erklärte der 27-fache Internationale (4 Tore).

"Mir taugt die Position"

Mit dieser Rolle kommt Junuzovic nach eigenen Angaben blendend zurecht. "Mir taugt die Position bei Werder, weil wir da eine andere Spielanlage als im Nationalteam haben. Außerdem habe ich dadurch meine Defensivarbeit verbessert und bin ein flexiblerer Spieler geworden." Allerdings fühlt sich der Mittelfeldspieler noch nicht in absoluter Top-Form. "Ich bin erst bei 80 Prozent, aber jeder Einsatz hilft mir, besser in den Rhythmus zu kommen."

Im Gegensatz zu Junuzovic und Sebastian Prödl ist Marko Arnautovic keine fixe Größe bei Werder - der Wiener könnte sogar noch vor dem Ende der Transferzeit verkauft werden. "Es ist sicher keine einfache Situation für ihn, wenn Unklarheit herrscht", sagte Junuzovic, der bei Fragen nach Arnautovic schon leicht genervt wirkt. "Immer werde ich nach ihm gefragt, auch bei Interviews in Deutschland. Doch er kann nur für sich selber sprechen."

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Junuzovics Siegtreffer

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