Sport | Fußball
05.12.2018

Austria: Max Sax ist der neue Publikumsliebling

Der Neuzugang, zunächst von einem Knochenmarksödem im Wadenbein gestoppt, ist mittlerweile voll bei der Austria angekommen.

Er wird gefeiert. Bejubelt bei gelungenen Aktionen, mit Standing Ovations vom Platz begleitet, wenn die Kräfte aufgebraucht sind und ausgetauscht werden muss. Max Sax ist der neue Liebling der Austria-Fans. Vielleicht, weil er genau die Tugenden mitbringt, die in den Augen der Anhänger einen "typischen Austrianer" ausmachen.

Technisch beschlagen, ein Schuss Spielwitz, nicht unbedingt der Kämpfer vor dem Herrn, körperlich keine Kampfmaschine, dafür der Akteur mit dem gewissen Etwas, mit dem Hang zu unterwarteten Aktionen, die den Unterschied ausmachen können. Er spielt Fußball, er arbeitet ihn nicht.

Matchwinner

Beim 2:1-Auswärtssieg gegen die Admira avancierte der 26-Jährige mit seinem ersten Tor für Violett sowie einem Assist zum Matchwinner. Schon gegen den FAC, WAC und RB Salzburg deutete er an, dass er für die Offensive der Violetten eine Verstärkung bedeuten kann, zumal Primgeiger Alexander Grünwald noch verletzt fehlt.

Max Sax hat bei der Austria seit seiner Verpflichtung aber auf sich warten lassen. Mit körperlichem Rückstand wechselte er nach Favoriten, verletzte sich zudem und musste behutsam aufgebaut werden.„Rückblickend betrachtet war das auf jeden Fall der richtige Weg. Nach einerVerletzung ist keiner gleich bei hundert Prozent. Das Trainerteam hat mich sehr gut an mein Limit zurückgebracht.“

Sein körperliches Limit konnte der 26-Jährige in der Reha-Phase sogarweiter erhöhen, das Individualtraining mit den Physiotherapeuten Christoph Lichtenecker und Florian Metz trug Früchte. „Gerade in puncto Ausdauer und Beweglichkeit habe ich mich im Vergleich zum Sommer extrem verbessert“, betont Sax, der spätestens mit dem Traumtor gegen die Admira endgültig in Wien-Favoriten angekommen ist.

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Auch Cheftrainer Thomas Letsch sehr zufrieden ist: „Ich dachte nicht, dass er nach seiner Verletzung so schnell reinfindet. Er zahlt seine Einsätze mit Leistung zurück. Ich bin absolut zufrieden. Er ist ein technisch guter Spieler, der das Eins-gegen-eins liebt und unserer Offensive eine zusätzliche Facette bringt.“

Blindes Verständnis

Auch der Doppelpass mit seinem Kollegen Christoph Monschein funktioniert gut, nicht zuletzt, weil sich die beiden aus gemeinsamen Zeiten bei der Admira kennen. „Wir verstehen uns einfach auf und neben dem Platz sehr gut. Er weiß genau, was ich mache, wenn ich nach rechts schaue oder eine bestimmte Bewegung andeute. Ich weiß nicht, ob man das so in dieser Form mit einem Mitspieler überhaupt erlernen kann, wenn man sich nicht so außerordentlich gut versteht.“