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01.12.2018

Die Austria setzt sich in der oberen Hälfte fest

Mit einem 2:0-Heimsieg über den SKN St. Pölten sicherten die Veilchen Tabellenrang fünf ab.

Der Austria-Fan kommt nach der Länderspielpause durchaus auf seine Rechnung, durfte er doch gestern gar den zweiten Pflichtsieg in Folge bejubeln. Mit dem 2:0 über St. Pölten machten die Violetten wichtige Punkte – vor allem im Kampf um ein Ticket für die Top sechs und den Meisterdurchgang. Diesmal überzeugten die Wiener, anders als noch in der Südstadt, auch mit der Art der Darbietung, die als souverän eingestuft werden kann.

Bei der Austria fehlte der leicht angeschlagene Friesenbichler, St. Pölten beklagte die Erkrankung von Ambichl. Dennoch wurde das Spiel angepfiffen.

Die Austria bemühte sich sogleich um die Spielgestaltung, hatte aber beim ersten St. Pöltner Konter Glück und Torhüter Pentz, der gegen Gartler all seine Aufmerksamkeit aufbot.

Ein Schuss Mut

Austria-Trainer Letsch hatte von seinem Team mehr Spiel in die Tiefe verlangt. Gefordert, getan, allerdings kamen viele Pässe dabei nicht beim Mitspieler an. Dem Austria-Spiel fehlte es, eigentümlich bei den Temperaturen, zunächst an Bewegung im vorderen Bereich, so dass man kaum Gefahr kreieren konnte. Wenn’s auf kombinatorischem Wege nicht klappt, dann kann auch die Brechstange als Alternative herhalten. Das oder Ähnliches dachte sich wohl Matic und zog humorlos aus 20 Metern ab und traf damit sehenswert zum 1:0 (24.).

Bis knapp vor der Pause plätscherte das Geschehen etwas vor sich hin, ehe das violette Fanherz ein weiteres Mal erwärmt wurde. Nach einem Freistoß landete der unplatzierte Kopfball von Edomwonyi auf Kleins Fuß und in weiterer Folge im Tor – 2:0 (42.).

FUSSBALL TIPICO BUNDESLIGA / GRUNDDURCHGANG: FK AUSTRIA WIEN - SKN ST. PÖLTEN

Das 2:0 gab den Wienern mehr Ruhe in ihren Aktionen, die bei Weitem nicht so hektisch anmuteten wie davor. Madl, der wie ein Stabilisator in der Abwehr wirkte, und Sax sorgten für ein wenig Gefahr vor dem Tor der Niederösterreicher, die sich nicht aufgaben und versuchten, einen Weg zurück in die Partie zu finden. Vor allem die Angreifer Gartler und Pak rackerten unermüdlich.

Doch mit der verstreichenden Zeit sanken auch die Chancen der St. Pöltner, dem Geschehen wieder mehr Spannung zu verpassen. Die Austria erarbeitete sich zwar nach der Pause keinen nennenswerten Möglichkeiten, vielleicht das einzige Manko an diesem eisigen Abend, umgekehrt gab man die Führung in keiner Phase mehr aus der Hand, der eingewechselte Ewandro hätte aus einem Konter ein weiteres Tor erzielen müssen.

Vor dem vorweihnachtlichen Heimderby gegen Rapid gastieren die Austrianer kommende Woche zunächst noch in Mattersburg.