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Sport Fußball
10/07/2019

Alabas Einsatz hängt von seinen Schmerzen ab

"Es kann sich relativ schnell entwickeln, aber auch etwas länger dauern“, sagt Teamchef Foda.

Der Einsatz von David Alaba in den EM-Qualifikationsspielen der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft am Donnerstag in Wien gegen Israel und am Sonntag in Ljubljana gegen Slowenien ist weiterhin fraglich. Der Bayern-Profi laboriert an einem Haarriss in der Rippe und behandelt seine Verletzung derzeit im ÖFB-Camp in Wien, wo er am Montag eintraf.

Ursprünglich war vermutet worden, dass der Linksverteidiger gar nicht nach Österreich kommt und bei seinem Club in München bleibt. „Es war aber ganz wichtig, dass er angereist ist, auch ein Zeichen an die Mannschaft. Es war sein ausdrücklicher Wunsch, herzukommen“, sagte Teamchef Franco Foda unmittelbar vor Beginn der ersten Einheit des Lehrgangs am Montagabend auf einem Trainingsplatz des Happel-Stadions.

Ob Alaba rechtzeitig fit wird, wagte Foda nicht zu prophezeien. „Wir werden abwarten, wie es sich in den nächsten ein, zwei Tagen entwickelt. Bei so einer Verletzung ist es schmerzabhängig. Es kann sich relativ schnell entwickeln, aber auch etwas länger dauern. Insofern kann man jetzt keine Prognose abgeben.“

Kein Risiko

Man werde den Wiener nur dann aufbieten, wenn er dazu in der nötigen körperlichen Verfassung sei, betonte Foda. „Wenn es nur ein kleines Risiko gibt, wird er nicht spielen, weil wir Verantwortung gegenüber dem Spieler und dem FC Bayern haben“, erklärte der Deutsche.

Proteste des deutschen Rekordmeisters wegen des Wien-Trips von Alaba habe es keine gegeben. „Ich hatte am Wochenende ein sehr gutes Gespräch mit Sportdirektor Hasan Salihamidzic“, erzählte Foda.

Der FC Bayern hatte am (heutigen) Montag in einem öffentlichen Statement heftig kritisiert, dass der an einer Knieverletzung laborierende Lucas Hernandez vom französischen Verband zum Nationalteam beordert worden war. Von Alaba war in dieser Mitteilung allerdings keine Rede.

Der ÖFB-Star stand im Montag-Training logischerweise nicht auf dem Platz und blieb stattdessen im Stadioninneren - so wie Marco Friedl, Christopher Trimmel, Martin Hinteregger und Michael Gregoritsch, die allesamt am Sonntag im Einsatz waren. Vor dem Israel-Match steigt noch jeweils eine Einheit am Dienstag und am Mittwoch. Für das Spiel am Donnerstag wurden bisher erst rund 22.000 Tickets abgesetzt.