Sport
25.03.2018

Federer nach Auftaktniederlage in Miami nicht mehr Nummer 1

"Ich fühlte mich einfach nicht wohl", sagte der 36-Jährige, der erneut auf die Sandplatz-Saison verzichten wird.

Der Weltranglisten-Erste Roger Federer hat in Miami den Einzug in die dritte Runde verpasst. Der 36-jährige Schweizer verlor am Samstag sein Zweitrunden-Match überraschend gegen den australischen Qualifikanten Thanasi Kokkinakis 6:3,3:6,6:7(4). Für den 20-fachen Grand-Slam-Turniersieger, der in der ersten Runde ein Freilos hatte, war es die zweite Niederlage in Serie.

"Ich fühlte mich einfach nicht wohl. Ich spürte den Ball nicht, antizipierte schlecht, und auch die Beinarbeit war nicht gut", übte sich Federer in Selbstkritik. Bei den wichtigen Punkten seien die Dinge außerdem gegen ihn gelaufen: "Immer wenn ich eine Chance hatte, passierte etwas Schlechtes, traf ich eine schlechte Entscheidung oder er eine gute. Es begann Anfang des zweiten Satzes, als er mir das erste Break geradezu schenken wollte, ich die Einladung aber nicht annehmen konnte. In der Folge hatte ich zehn schlechte Minuten, die mich den Satz und vielleicht auch das Match kosteten."

Damit verliert Federer am Montag seine Spitzenposition im ATP-Ranking an den Spanier Rafael Nadal. Nach seinem Out kündigte er an, dass er wie im Vorjahr auf die Sandplatz-Turniere der kommenden Wochen verzichten werde. "Es ist besser, den Körper zu schonen und auf den Belagwechsel auf Sand zu verzichten", erklärte Federer, der erst wieder Anfang Juni beim Rasenturnier in Stuttgart auf die Tour zurückkehren wird.

Bis dahin will er sich in Topform bringen, um eine ähnlich gute zweite Jahreshälfte zu bestreiten wie im Vorjahr. "Es liegt viel Arbeit vor mir", betonte Federer, der bald wieder die Führung in der Weltrangliste übernehmen könnte, weil Nadal in den kommenden Wochen vier Titel zu verteidigen hat. Der Spanier, den Probleme am Hüftbeuger plagen, nimmt die Sandsaison mit lediglich 100 Punkten Vorsprung in Angriff.

Auf seinem Lieblingsbelag geht es für Nadal ans Eingemachte, holte er doch auf diesem im Vorjahr im Frühjahr insgesamt 4.680 Punkte. Er gewann die Turniere in Monte Carlo (Masters-1000), Barcelona (500) und Madrid (1000) und zum zehnten Mal - die French Open. Einzig in Rom (1000) triumphierte der Sandkönig nicht, wurde im Viertelfinale vom Niederösterreicher Dominic Thiem gestoppt.

Damen-Nr. 1 auch out

Auch bei den Damen ist die Weltranglisten-Erste bereits am Samstag ausgeschieden. Die Rumänin Simona Halep unterlag in der dritten Runde der Polin Agnieszka Radwanska 6:3,2:6,3:6. 44 unerzwungene Fehler kosteten die Nummer eins den Einzug ins Achtelfinale. Radwanska, die das Turnier in Miami 2012 gewonnen hat, war nach dem Sieg überglücklich: "Die Atmosphäre hier ist einfach großartig, alles ist perfekt gelaufen."