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Sport
08/02/2019

Elf Partner in einem Jahr: Philipp Oswald steht im Kitz'-Finale

Vor zwei Wochen hatte Philipp Oswald noch keinen Doppelpartner. Jetzt zog er mit Filip Polasek ins Endspiel ein.

von Christoph Geiler

Sollte Philipp Oswald seinen Doppelpartner einmal versehentlich mit dem falschen Vornamen ansprechen, man könnte es ihm gar nicht verübeln: Bei all den Spielern, die schon an seiner Seite waren, kann man leicht den Überblick verlieren. Gleich mit elf Kollegen aus neun Nationen machte der Doppelspezialist aus Vorarlberg allein in dieser Saison schon gemeinsame Sache, mit manchen von ihnen bestritt Oswald oft nur ein Turnier.

Umso erstaunlicher, dass sich der 33-Jährige trotz der vielen Personalwechsel heuer dermaßen gut schlägt und jetzt auch bei den Generali Open in Kitzbühel wieder im Finale steht. Mit dem Slowaken Filip Polasek behielt Oswald gegen das tschechisch-niederländische Duo Roman Jebavy und Matwe Middelkoop mit 6:2, 3:6, 10:3 die Oberhand. „Es ist ein Traum, beim Heimturnier im vollen Stadion im Finale spielen zu können“, sagt Oswald.

Dabei hatte der Start in Kitzbühel lange Zeit gewackelt. Vor zwei Wochen war Oswald noch ohne Partner dagestanden, nachdem sich viele Topspieler bereits in Übersee befinden und sich auf die großen Hartplatzturniere in den USA und Kanada vorbereiten. „Für Kitzbühel waren die Guten alle schon weg“, erzählt der Vorarlberger, der schließlich von Filip Polasek Unterstützung erhielt.

Aber auch der Slowake ist nur eine Aushilfskraft: Nach dem Finale in Kitzbühel geht für Oswald die Partnersuche von vorne los. Die Wunschkandidaten sind in den nächsten Wochen vergeben, „das Ziel ist, dass ich nach den US Open einen fixen Partner finde“, meint Oswald, der heuer an der Seite des Niederländers Robin Haase bereits das Turnier in Umag gewinnen konnte und auch in Gstaad im Endspiel stand.

Die Finalteilnahme im Nobelort in der Schweiz hat Philipp Oswald mit Albert Ramos-Viñolas gemeinsam. Nur mit dem Unterschied, dass der Spanier dort sein Einzelfinale gewonnen hat und sich seit dem Turniersieg in mehr als 1000 Metern Seehöhe im Hoch befindet. In Kitzbühel prolongierte der Linkshänder seinen Erfolgslauf und zog ins Endspiel ein. Im Semifinale gegen Casper Ruud hatte der spanische Sandplatzspezialist nur im ersten Satz Mühe, am Ende setzte sich Albert Ramos-Viñolas gegen den jungen Norweger in zwei Sätzen mit 7:5 und 6:4 durch.