Handball, AUT - GER

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Sport
01/11/2020

Ein Leben als Handballer? So viel verdienen die Österreicher

Sieben Trainingseinheiten pro Woche, überschaubare Gagen und ein perfektes Umfeld bei der EM.

von Philipp Albrechtsberger

Die Hochstimmung bei Österreichs Handballern war auch noch am Tag danach zu spüren. Bestens gelaunt und locker kam das Team nach dem 32:29-Auftakterfolg gegen Tschechien am Freitag zum Training in die Wiener Stadthalle. Schon am Sonntag könnte gegen die Ukraine (18.15 Uhr/live ORF1) der Aufstieg in die Hauptrunde der Heim-EM einziehen.

Für die Spieler ist ein erfolgreiche Endrunde viel wert. Neun der 16 rot-weiß-roten Kaderspieler kommen aus der heimischen Liga. Für sie ist die EM vor Heimpublikum zur Primetime nicht nur die Krönung der bisherigen Karriere, sondern im Idealfall auch ein Sprungbrett für die weitere Laufbahn als Profi. Denn nur im Ausland lässt es sich als rot-weiß-roter Handballer wirklich gut leben. Doch wie sieht ihr Alltag tatsächlich aus?

  • Der Verdienst

Ein durchschnittlicher Stammspieler in der österreichischen spusu LIGA kommt im Monat auf etwa 1.500 Euro netto. Kann man Nationalteameinsätze vorweisen und gehört man in seiner Mannschaft zu den Leistungsträgern, sind bis zu 3.000 Euro möglich. Prinzipiell gilt, dass Rückraumspieler oder Torleute „wertvoller“ sind als etwa Außenspieler. Gleiches gilt für Linkshänder, die schwieriger zu finden sind. Gagenkaiser in Österreicher sind noch immer die Vorarlberger Klubs aus Hard und Bregenz, wo einzelne Topspieler mit bis zu 8.000 Euro entlohnt werden.

Bei den Topklubs in Spanien, Frankreich und Deutschland ist für Handballer das große Geld zu machen. Die Ausnahmespieler der Vereine verdienen – ebenfalls abhängig von der Spielposition – bis zu 30.000 Euro im Monat. Oft wird zudem auch die Unterkunft zur Verfügung gestellt.

  • Das Training

Während etwa in Deutschland ein Vollprofi-Betrieb mit oft zwei Trainingseinheiten pro Tag sichergestellt ist, müssen die österreichischen Vereine flexible und individuelle Trainingspläne ausarbeiten. Viele Spieler absolvieren eine Ausbildung, ein Studium oder sind halbtags beschäftigt. Üblicherweise wird fünf Mal pro Woche am Abend trainiert, dazu kommen ein bis zwei Vormittagseinheiten in der Kraftkammer, die die Spieler selbstständig absolvieren.

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  • Das EM-Umfeld

Die Bedingungen sind ideal. Im Hotel sind alle Zimmer auf einer Etage, der Weg zu den Physiotherapeuten ist kurz, ebenso die Anfahrt zur Halle. „Ansonsten gibt es bei uns keine Extrawürste“, sagt Patrick Fölser. Der Sportdirektor war 2010 bei der Heim-EM noch Kreisläufer. Vier aus dem damaligen Kader sind noch aktiv, fünf haben Jobs im Handball-Management gefunden. Andere sind Juristen, Apotheker oder Innenraumdesigner.

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