"Habe viel geweint": Lukas Podolski über Trennung von Sohn und Krise mit Ehefrau
Lukas Podolski
Im RheinEnergie-Stadion feierte Lukas Podolski diese Woche die Premiere seiner Netflix-Doku "Poldi", zusammen mit seiner Familie und prominenten Gästen. Ab dem 4. Juni (Podolskis 41. Geburtstag) ist die Dokumentation, die Podolskis Weg vom vom Einwandererkind aus Polen bis zum Fußball-Weltmeister beleuchtet, auf Netflix zu sehen.
"Poldi" - neue Doku über Lukas Podolski bald auf Netflix
Ein Filmteam Podolski begleitete Podolski während seiner vorletzten Saison in Polen. Schon damals spielte er mit dem Gedanken, seine Karriere zu beenden, hing dann aber noch ein Jahr dran.
Die Doku beinhaltet zahlreiche rührende Momente. So schildern Podolskis Eltern ihre Flucht aus Polen. Der Kicker selbst zeigt sich offen und verletzlich wie nie. So verrät er, wie er als Nationalspieler einst unter der ständigen Trennung von seinem 2008 geborenen Sohn Louis gelitten hat. "Damals habe ich viel geweint", erzählt er in "Poldi".
Auch Podolskis Ehefrau kommt zu Wort. "Man sieht nur den Fußballer, den lustigen Poldi – es steckt aber viel mehr dahinter", sagt diese über ihren Mann, während sie private Erinnerungen wie jene an das erstes Treffen teilt. "Wir haben uns am Schulhof verabredet an der Tischtennisplatte", erzählt sie.
Offene Worte über Beziehungs-Krise
Seit 2004 ist Lukas Podolski mit seiner Ehefrau Monika Podolski zusammen. Im April 2011 gaben sich die Eltern von drei Kindern das Jawort.
In der Dokumentation spricht das Paar auch sehr offen über die Krise, die es 2009 durchmachte - etwa ein Jahr nach der Geburt von Sohn Louis, der heute achtzehn ist. Damals war Podolski aus München nach Köln zurück gekehrt. Für die Beziehung blieb damals kaum Zeit, worunter Monika gelitten hat.
"Eine Zeit für mich, wo ich schwer damit umgehen konnte, dass ich ihn mit Millionen Leuten teilen muss – Tag für Tag", zitiert Bild.de vorab aus der Doku.
Dies sei vielleicht "so eine Phase" gewesen, in der Monika ihren Mann mehr gebraucht hätte. Sie habe damals eine Trennung auf Zeit vorgeschlagen. Podolski zog vorübergehend sogar aus. "Es gab Momente in Köln, wo wir uns ein paar Wochen auch mal nicht gesprochen haben, uns gestritten haben und ein paar Wochen nicht zusammen waren", erinnert sich der Fußballer an die Beziehungskrise, nach der das Paar aber wieder zueinander fand.
Podolski, wurde mit Deutschland 2014 Weltmeister, beendet im Sommer bei Gornik Zabrze seine Karriere als Profifußballer. Der gebürtige Pole feierte beim 1. FC Köln 2003 sein Profidebüt und avancierte dort schnell zur Kultfigur. Dabei halfen Podolski viele Tore, aber auch sein frech-selbstbewusstes Auftreten. Danach ging es nach München weiter, mit dem FC Bayern holte er 2008 das Double. Weitere Stationen waren unter anderem Arsenal, Inter Mailand und Galatasaray.
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