Nacht der Gewalt bei "Occupy Oakland"

Die Polizei löste die Proteste in Kalifornien unter Verwendung von Tränengas gewaltsam auf. Ein Mann wurde schwer verletzt.

Bei der Auflösung von Protesten gegen die Macht der Banken im US-Staat Kalifornien durch die Polizei ist ein Mann schwer verletzt worden. Der Irak-Veteran wurde in kritischem Zustand eingeliefert. Die Vereinigung Irak-Veteranen gegen den Krieg erklärte, der Verletzte sei von einem "Polizeiprojektil" getroffen worden und habe eine Schädelfraktur erlitten. Die Polizei wollte zunächst keine Stellungnahme abgeben. Sie hatte zunächst erklärt, bei der Auflösung der Proteste in Oakland nahe der Metropole San Francisco sei niemand verletzt worden. Laut einem Fotografen der Nachrichtenagentur AFP hatten die Sicherheitskräfte Tränengas eingesetzt. Mindestens ein Mensch wurde demnach von einer Tränengasgranate getroffen und blieb bewusstlos liegen. Nach Polizeiangaben wurden keine Gummigeschosse eingesetzt. Es war eine Nacht der Gewalt: Die Demonstranten in Oakland wollten erneut auf die Straße gehen. Die Polizei kündigte jedoch an, sie dürften sich abends nicht mehr im Stadtzentrum aufhalten. Daraufhin kam es zu Zusammenstößen. Später konnten die Demonstranten wieder zurück auf den Frank Ogawa Platz, wo ihr „Hauptquartier“ in Oakland ist. Mehrere Menschen wurden festgenommen - auch wieder in New York, wo ebenfalls wieder demonstriert wurde. Die Protestbewegung hat sich seit Mitte September von New York auf eine Reihe von Städten in den USA ausgebreitet und findet auch international Widerhall. Zusammengehalten wird sie von der Wut darüber, dass vor allem die Mittelschicht und die ärmere Bevölkerung unter den Folgen der Finanzkrise zu leiden hätten. Außerdem beklagen sie den Einfluss von Konzernen und Banken auf die Politik. Die Teilnehmer beschreiben sich selbst als die "99 Prozent" und spielen damit auf das reichste Prozent der US-Bevölkerung an, von dem sie sich hintergangen fühlen.
(apa/afp / csm) Erstellt am
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