Wählen Sie KURIER als bevorzugte Google-Quelle

Österreich tief gespalten: Zuwanderung und Politik als größte Bruchlinien

Als gesellschaftliche Bruchlinien werden vor allem die Themen Migration, Sozialsysteme und Religion wahrgenommen.
People demonstrate against the growing traffic load, near Matrei

Zwei Drittel der Bevölkerung würden Österreich mit Blick auf die Politik als gespaltenes Land bezeichnen. Sie registrieren immer mehr gesellschaftliche Gegensätze. Als Bruchlinien spürt jener Teil der Bevölkerung vor allem die Bereiche Zuwanderung, Sozialsysteme und den Umgang mit Religionen (44 Prozent), gefolgt von Politik und Regierung (35 Prozent), so das Ergebnis einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Linzer Instituts IMAS.

Nur fünf Prozent der Befragten sehen überhaupt keine Spaltung der Gesellschaft und 16 Prozent „eher nicht“, zwölf Prozent machten keine Angaben.

Orientierung fehlt 69 Prozent der Bevölkerung

Grundsätzlich erweckt die Umfrage den Eindruck, dass sich die Österreicherinnen und Österreicher aktuell sehr unsicher sind, wenn es darum geht, zu entscheiden, was in der Politik und Wirtschaft noch richtig und was falsch ist. Dies gaben zumindest 69 Prozent an. Gleichzeitig gaben sie auch an, dass ihnen eine Orientierung in Lebensfragen fehle. 22 Prozent sahen dies eher bis gar nicht und neun Prozent äußerten sich nicht dazu.

Für die Erhebung wurden zwischen 10. und 30. Juni 1.028 Personen, statistisch repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren, in direkten Interviews befragt.

Kommentare