Politik | Inland
20.11.2017

Freiheitliche Studenten haben neuen Bundesobmann

Beim RFS folgt der Burschenschafter Lukas Feichtenschlager auf den Burschenschafter Felix Mayrbäurl.

Der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) hat einen neuen Obmann. Bei einem Bundesdelegiertentag am Wochenende wurde der 24-jährige Student Lukas Feichtenschlager zum Nachfolger von Felix Mayrbäurl gewählt, hieß es in einer Aussendung.

Der RFS verfügt über ein Mandat in der ÖH-Bundesvertretung. Mayrbäurl, der die letzten zwei Wahlen zur Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) für den RFS geschlagen hat, will sich dem Abschluss seines Studiums widmen und verhandelt bei den Koalitionsgesprächen mit der ÖVP derzeit in der Untergruppe Wissenschaft und Forschung für die FPÖ.

Parteiunabhängige Fraktion

Feichtenschlager studiert Werkstoffwissenschaften an der Montanuni Leoben (Steiermark). Er war Chef der Liste Leobner Studenten (LLSt), die bei den Hochschülerschaftswahlen als parteiunabhängige Fraktion im Listenverband des RFS kandidierte. Nach eineinhalb Jahren in der Universitätsvertretung (UV), gab Feichtenschlager bei der diesjährigen ÖH-Wahl seinen Rücktritt aus der UV und seinen Austritt aus der LLSt bekannt.

Burschenschafter

Der Wechsel von Mayrbäurl zu Feichtenschlager ist auch eine Übergabe von Burschenschafter zu Burschenschafter. Der neue RFS-Chef ist Mitglied der schlagenden Burschenschaft Leder in Leoben. Als "Vaterland" bezeichnen die "Lederer" eine "enge Verbundenheit aller Teile des deutschen Volkes unabhängig von staatlichen Grenzen in einem freien und einigen Europa." Die Burschenschaft Leder (Wahlspruch: "Deutsch, Furchtlos und Treu!") ist Teil der Deutschen Burschenschaft, einem Korporationsverband, der wegen einem unklaren Verhältnis zum Rechtsextremismus in den letzten Jahren zahlreiche Austritte zu verzeichnen hatte.

Unter seiner Führung werde der RFS "als Triebfeder und Stimme der Vernunft, für die vernünftigen und nicht dem linken Wahnsinn verfallenen Studenten, bestehen bleiben", sagt Feichtenschlager.