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Politik Inland
09/09/2019

Wallner: "Es reicht nicht, Herrn Kickl die Schuhe zu putzen"

Im Ländle grenzt sich VP-Landeshauptmann Markus Wallner scharf von der FPÖ ab. Sonst lässt er sich alles offen.

von Christian Willim

Die Vorarlberger ÖVP will ihren Wahlkampf bis zur Landtagswahl am 13. Oktober auf die zwei Wochen nach der Nationalratswahl beschränken. Danach wird Landeshauptmann Markus Wallner, der nach dem Absturz seiner Partei vor fünf Jahren (minus 9 Prozent auf 41,8 Prozent) mit Zugewinnen rechnen kann, sich den Koalitionspartner aussuchen können. 

Die Grünen wollen weiter mitregieren. SPÖ und Neos sind koalitionswillig. Nur die FPÖ hat der VP-Chef aus dem Spiel genommen. Und bekräftigt das im KURIER-Interview.

KURIER: Wird der Landtagswahlkampf in Schwarz oder Türkis stattfinden?

Markus Wallner: Das ist die beliebteste Fangfrage der Journalisten. Am Ende des Tages kämpfen wir für dieselbe Sache. Dass wir in Vorarlberg für die Vorarlberger Volkspartei kämpfen, ist klar. Aber am Schluss geht es auf allen Ebenen um ein gutes Ergebnis für die Volkspartei.

Nach fünf Jahren Schwarz-Grün: Wie gut ist die Chemie mit dem Koalitionspartner noch?

Es hat bis zum Schluss gut funktioniert. Wie immer, wenn man kurz vor einem Wahlgang steht, gibt es da und dort ein paar schärfere Abgrenzungen. Aber wenn man mich jetzt nach einer doch intensiveren Legislaturperiode fragt, kann ich sagen: im Großen und Ganzen gut.

Was muss der nächste Koalitionspartner mitbringen?

Es ist immer eine Frage der Vertrauensbasis. Aber es braucht vieles dazu: den Willen zur Zusammenarbeit, das persönliche Vertrauen muss da sein, eine Handschlagqualität sichtbar sein. Und dann natürlich eine Einigung für das Land in den wesentlichsten Fragen der Wirtschaft, der Sicherheit und des Klimaschutzes natürlich auch.

Die FPÖ haben sie bereits aus dem Spiel genommen. Damit gibt es ja nicht mehr so viele Alternativen zu Schwarz-Grün.

Es war klar, dass wir uns von den Freiheitlichen abgegrenzt haben. Das hat vor allem mit Ibiza zu tun gehabt, weil ich den Eindruck hatte, dass es im Land keine eigenständige Linie der FPÖ gibt. Das will ich in der Landesregierung nicht. Ich muss erkennen, dass eine eigenständige Entscheidung überhaupt möglich ist. Denn eines ist klar: Es reicht nicht aus, dem Herrn Kickl die Schuhe zu putzen.

Wie steht es mit SPÖ und Neos?

Bei den anderen werden wir das beobachten. Zuerst muss einmal der Wähler entscheiden. Aber wir haben dort bewusst niemand ausgeschlossen. Ich habe aber registriert, dass alle anderen offen für Zusammenarbeit sind.

Wie gut haben sich die Neos gemacht, die 2014 ja fast als interne Konkurrenz antraten?

Das muss man die Neos fragen. Wir werden bei Koalitionsverhandlungen feststellen, wo überhaupt Übereinstimmungen feststellbar sind.

Wann startet die ÖVP in den Landtagswahlkampf?

Das Ganze wird sich aufgrund der Nationalratswahl ziemlich einschränken und – was zumindest die intensivere Wahlwerbung betrifft – auf zwei Wochen verkürzen.

Das reicht?

Es muss reichen.

Das ist ihr Ziel?

Ich bleibe dabei. Ich glaube, dass alles über 40 Prozent ein gutes Ergebnis ist.

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