Politexperte Hofer zum Budget: "Kein großer Wurf, aber mehr als zu erwarten war"
Politikanalytiker Thomas Hofer hat im ZIB2-Interview Eckpunkte des Doppelbudgets für die Jahre 2027 und 2028 analysiert. Aus Sicht der SPÖ würden "die großen Signalthemen" fehlen.
Zusammenfassung
- Rund fünf Milliarden Euro sollen eingespart und Lohnnebenkosten gesenkt werden, Details bleiben aber offen.
- Politexperte Hofer sieht das Budget nicht als großen Wurf, aber als mehr als der Regierung zuletzt zugetraut wurde.
- Pensionen bleiben ein heikles Thema mit politischem Risiko, während das Doppelbudget als strategisch kluger Schachzug gilt.
Wie fallen die Reaktionen der Opposition aus
Der Seniorenrat bezeichnete es als „bequem und unfair“, erneut bei den Pensionisten zu sparen. Grünen-Chefin Leonore Gewessler kritisierte ebenso mögliche Einsparungen bei den Pensionen – und hätte stattdessen lieber den Bau des Lobautunnels abgesagt.
Kein gutes Haar haben auch die Freiheitlichen an der Präsentation der Eckpunkte des Doppelbudgets durch die Regierung gelassen. FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz ortete ein "milliardenschweres Sparpaket auf dem Rücken der Pensionisten, Arbeitnehmer und der jungen Generation" und gleichzeitig produziere die Regierung damit das "nächste Schuldenchaos". Die NGO WWF vermisste indes den Abbau umweltschädlicher Subventionen.
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