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Politik Inland
10/05/2020

Strache-Spesen: Hofer dementiert, dass Nepp informiert war

FPÖ-Chef Hofer weist zurück, dass Nepp als Finanzreferent bereits 2014 oder 2015 von der Umwandlung privater Rechnungen Straches zum Schaden der FPÖ gewusst habe

Wie der KURIER berichtete, hat Heinz-Christian Straches Ex-Bodyguard R. in der Spesenaffäre auch den Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp. Laut FPÖ hat Strache die Partei betrogen, indem er sich Spesen ersetzen ließ, die er nie ausgegeben hatte. Nepp soll darüber bereits 2014 oder 2015 informiert gewesen sein, behauptet R. demnach gegenüber der Polizei.

FPÖ-Chef Norbert Hofer widerspricht: Er weist zurück, dass der nunmehrige Wiener Landesparteiobmann Dominik Nepp als Finanzreferent bereits 2014 oder 2015 von der Umwandlung privater Rechnungen Heinz-Christian Straches zum Schaden der Partei gewusst habe. "Ich schließe das aus", sagte Hofer in einer Pressekonferenz am Montag.

Nepp, Spitzenkandidat der Freiheitlichen im aktuellen Wien-Wahlkampf, habe bereits öfters gesagt, dass dies nicht der Fall sei, so Hofer: "Daher können wir dieses Thema abhaken."

Höbart: Bombe geplatzt

Christian Höbart, Generalsekretär von Straches neuer Partei "Team HC Strache", hatte zuvor durch den KURIER-Bericht zu der Causa eine Bombe geplatzt gesehen. Es sei damit belegt, dass Nepp im Gegensatz zu seinem damaligen Parteiobmann Strache über diese Vorgänge informiert gewesen sei. Er habe wissentlich geduldet, dass Straches Ex-Leibwächter krumme Dinge drehe, habe dies aber weder verhindert noch Strache informiert, behauptete Höbart in einer Aussendung.

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