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Politik Inland
12/10/2019

Strache-Ausschluss: Wiener FPÖ hat richtigen Zeitpunkt verpasst

Wiener Parteileitung tagt am Dienstag. Entscheidung über Partei-Aus von Strache verzögert sich erneut

von Johanna Hager, Josef Gebhard

„Jetzt ist es für alles zu spät“, heißt es hinter vorgehaltener Hand zum KURIER. Zu spät für den klaren Schlussstrich unter die Ära Heinz-Christian Strache. Dass sich FPÖ-Chef Norbert Hofer und FPÖ-Klubchef Herbert Kickl Anfang Dezember dafür ausgesprochen haben, bleibt bis dato ohne Konsequenz.

Zu spät, um – gesichtswahrend für alle Beteiligten – Strache aus der FPÖ auszuschließen. Dass FPÖ-Wien-Chef Dominik Nepp das Partei-Aus nicht mit dem Vorstand beschließen will, sondern ein Parteischiedsgericht damit betraut hat, sei eine „unzulässige Umkehrung der Verfahrensweise“, sagt Strache.

Zu spät, um nach der verlorenen Steiermark-Wahl, während der Koalitionsverhandlungen von ÖVP und Grünen und vor der FPÖ-Klausur am 8. Jänner 2020 mit neuen Themen statt mit einer neuen Liste von sich reden zu machen.