SPÖ-Parteichefin Rendi-Wagner will dennoch zustimmen

© APA - Austria Presse Agentur

Politik von innen
11/18/2020

Vorbereitung auf Bundesparteitag: Rendi-Wagner stellt Kommunikation neu auf

Stefan Wenzel-Hirsch leitet künftig die Medienarbeit von Bundespartei und Parlamentsklub. Luca Kaiser als Neuzugang im Klub-Presseteam.

von Elisabeth Hofer

Es wird umgebaut innerhalb der SPÖ – zumindest was die Kommunikationsagenden angeht.

Um die Auftritte aller Kanäle besser abzustimmen und die mediale Schlagzahl zu erhöhen, will Parteichefin Pamela Rendi-Wagner die Leitung der Kommunikation der Bundespartei und jene des SPÖ-Klubs verschränken. Chef wird der bisherige Kommunikationsleiter der Bundespartei, Stefan Wenzel-Hirsch (45). Der langjährige Pressechef des Parlamentsklubs, Peter Pertl, ist vor einigen Monaten in Altersteilzeit gegangen.

Für Rendi-Wagner ist eine gute mediale Performance in den nächsten Monaten besonders wichtig. Nicht zuletzt, weil 2021 ein Bundesparteitag bevorsteht, bei dem auch der Parteivorsitz zur Debatte stehen und Rendi-Wagner sich dem Votum der Delegierten stellen wird.

Wenzel-Hirsch gilt als enger Vertrauter und wichtiger strategischer Berater von Rendi-Wagner, der sich seit Jahren trotz des durchaus turbulenten Wechsels an der Parteispitze hält.

Unter Alfred Gusenbauer war er Kanzlersprecher, unter Werner Faymann SPÖ-Kommunikationschef, außerdem Pressesprecher der Verteidigungsminister Norbert Darabos und Hans Peter Doskozil. 2018 wechselte er aus dem Verteidigungsministerium als Kommunikationschef wieder in die Bundespartei.

Neuzugang: Kaiser jr.

Nach dem Abgang von Ruth Manninger, vormals Pressereferentin im Klub, seit August neue SPÖ-Frauengeschäftsführerin, gibt es in der Abteilung auch einen nicht ganz unbekannten Neuzugang: Luca Kaiser (26), bisher parlamentarischer Mitarbeiter von Gesundheitssprecher Philipp Kucher sowie von Max Lercher, wechselt ins Presseteam des Klubs.

Rendi-Wagner habe in den vergangenen Monaten coronabedingt besonders stark mit Kucher zusammengearbeitet und dabei auch Kaiser schätzen gelernt, heißt es. Auf die Frage, ob seine Besetzung mit der Position seines Vaters (des Kärntner Landeshauptmanns Peter Kaiser) zu tun habe, entgegnen Parteikenner, Kaiser gelte auch davon abgesehen als „gescheit“, er könne „wirklich viel“ und sei ein „politischer Kopf“.

Medial bekannt wurde Kaiser junior übrigens schon 2018 als Spitzenkandidat der SPÖ Kärnten für die EU-Wahl. Damals sorgten einige seiner politisch mitunter provokanten Tweets für Wirbel – und Kaiser wurde auf der Liste zurückgereiht.

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