SPÖ-Bundesparteitag: 81,51 Prozent für Babler als Parteichef

In seiner Rede schwörte Babler die Genossen darauf ein, die "Brandmauer" gegen Kickl zu sein. Die Millionärssteuer werde kommen - wenn auch erst später.
BUNDESPARTEITAG DER SPÖ: BABLER (SPÖ)

Seit 6. Juni 2023 ist Andreas Babler der 13. Bundesparteivorsitzende der SPÖ, seit 3. März 2025 Vizekanzler in der Dreierkoalition. Beim SPÖ-Parteitag am Sonntag wurde er nun mit 81,5 Prozent als Parteichef wiedergewählt 

Am Bundesparteitag in der Wiener Messe stimmten trotz allgemeinen Appellen zur Geschlossenheit deutlich weniger Delegierte für ihn als beim bisher letzten Antritt. Vor 2,5 Jahren in Graz war der Vizekanzler noch auf 88,8 Prozent der Delegiertenstimmen gekommen. Keine Chance hatte das "einfache Parteimitglied" Berthold Felber. Nur drei der 600 abgegebenen Stimmen entfielen auf ihn.

Babler war bei den Gremien-Wahlen der einzige Vertreter, der mit einem Ergebnis weit unter 90 Prozent versehen wurde. Im Vorstand überwanden diese Marke sämtliche Bewerber, im Präsidium blieb nur Kassier Christoph Matznetter mit 88,6 Prozent darunter. Besonders stark schnitten der Tiroler Landesvorsitzende Philip Wohlgemuth mit 98,8 Prozent, Regierungskoordinatorin Michaela Schmidt mit 98,5 Prozent sowie SPÖ-Frauenvorsitzende und Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner mit 97,3 Prozent ab.

LIVE

SPÖ-Bundesparteitag 2026

  • |Johanna Hager

    Die Reihen lichten sich in der Messe Wien

    Wir beenden die Live-Berichterstattung in diesem Blog. In Kürze lesen Sie die Reportage auf kurier.at inklusive einer abschließenden Video-Analyse! Also bleiben Sie dran und gespannt - wir bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit!

    Josef Gebhard, Alexandra Diry und Johanna Hager

  • |Johanna Hager

    Das Votum für das Präsidium fiel weitgehend besser aus

    Die Zustimmung für Eva-Maria Holzleitner, Julia Herr, Roland Fürst oder Philipp Wohlgemuth und andere Mitglieder des Präsidiums betrug weit über 80 respektive knapp unter 100 Prozent. 

  • |Johanna Hager

    Die Antragsdiskussion wird forgesetzt

    Doch die ersten Menschen verlassen nun den Saal und zwar in Massen. 

  • |Johanna Hager

    Prozente & Zustimmung

    Wieder unter den Klängen von "Burning Heart" tritt Babler auf die Bühne. 81,51 Prozent stimmen an diesem Samstag für Babler an der Spitze der Partei. 

    Vor drei Jahren - die SPÖ ist in der Opposition - erhält Babler 88, 8 Prozent der Stimmen. 

     

  • |Johanna Hager

    Wahl geschlagen

    609 Delegierte waren wahlberechtigt, 600 haben abgestimmt.
  • |Johanna Hager

    Babler ist wieder im Saal

    Andreas Babler hat wieder in der ersten Reihe Platz genommen - ebenso seine Frau Karin Blum. Es macht den Eindruck, dass die Kapitel allesamt durchgenommen werden und erst dann das Ergebnis verkündet werden wird. Um 17 Uhr, heißt es, könnte es nun soweit sein. 

  • |Johanna Hager

    Eine Stunde Verzug

    Die zwischen 14h und 15h avisierte Verkündung der Walhergebnisse lässt auf sich warten. Noch immer gibt es Wortmeldungen. Wir stehen bei Kapitel 5 - Frauen und Gleichstellung. 

  • |Johanna Hager

    Leitantrag mit 16 Enthaltungen angenommen

    Die Wortmeldungen fokussieren sich auf die duale Ausbildung, nun heißt es in den Reihen der Medienvertreter, mit einem Ergebnis wird gen 16h15 gerechnet.

     

  • |Johanna Hager

    Krieg, Kunst, Krise

    Die Wortmeldungen drehen sich nun um das Ausland, kriegerische Auseinandersetzungen, das friedensstiftende Element der SPÖ, auf das die Partei wieder verstärkt Wert legen will. Matznetter nimmt die Idee seines Vorredners auf, spinnt sie weiter und plädiert dafür, jungen Nicht-Österreichern die Staatsbürgerschaft in Aussicht zu stellen, um hernach auch den Wehrdienst zu versehen.

  • |Josef Gebhard

    Babler kann sich auf eine durchaus treue Fangemeinde stützen

    Ein Unterstützer des Parteichefs in der Wiener Messehalle.

    SPÖ Parteitag
  • |Johanna Hager

    Leitantrag 2 - Mit Sicherheit für die Frauen

    Ruth Manninger stellt den zweiten Leitantrag vor, der die finanzielle Unabhängigkeit von Frauen und die Sicherheit und Unversehrtheit von Frauen in den Mittelpunkt stellt. Es geht - zum wiederholten Male - an diesem 47. Bundesparteitag um die Möglichkeit, einer Abtreibung vornehmen zu können ohne strafrechtliche Konsquenzen fürchten zu müssen. 

     

  • |Johanna Hager

    Wichtigste Forderungen des Leitantrags

    Leitantrag 1: Ordnen statt Spalten: Unsere Versprechen für Österreich sind nun das Thema auf der Bühne, vorgebracht von Julia Herr. Es geht um die Energieversorgung Österreichs, um ein Ende der Merit-Order u.v.m. Der Leitantrag wäre inhaltlich nicht anders, wäre die SPÖ nicht in der Regierung, so Herr. 

    Auch wenn es derzeit keine Chance auf eine Millionärsteuer gebe, werde sie umgesetzt werden, ist Julia Herr sich sicher. 

  • |Johanna Hager

    Wortmeldungen gefragt - Leitantrag

    Die Wahl ist vorbei. Nun sind die Delegierten aufgefordert, wieder im Saal Platz zu nehmen und über Petitionen und Anträge abzustimmen ehe das Abstimmungsergebnis für Andreas Babler offiziell bekannt werden wird. Zudem können sich die Anwesenden zu Wort melden am "Wortmeldungstisch". 

    4 Initiativanträge liegen vor. Unter anderem Epstein-Verbrechen-Akten-Aufklärung in Österreich und eine Gender-Quote. Die Initiativanträge werden mehrheitlich angenommen.

    Jetzt geht es um den Leitantrag "Ordnen statt Spalten".

  • |Johanna Hager

    Impressionen aus der Halle D

    In der Wiener Messe vor Ort: Delegierte und Funktionäre aus allen Bundesländern. Unter anderem Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker

    BUNDESPARTEITAG DER SPÖ: HACKER (SPÖ)
  • |Johanna Hager

    Die Wahl ist gleich vorbei

    Der Countdown ist gleich vorüber, die Auszählung der Stimmen beginnt. Die letzten 5 Minuten werden verkündet.

  • |Johanna Hager

    Im Saal getraut sich niemand einen Tipp abzugeben

    Viele erinnern sich an die Abstimmung von Pamela Rendi-Wagner. Auch an diesem Parteitag sei die Stimmung vor der Wahl gut gewesen, das Votum hernach dann nicht. 

    Die Wahl hat begonnen
  • |Johanna Hager

    Der Countdown läuft

    In den kommenden 30 Minuten können die Delegierten mit der Delegiertenkarte und einem Lichtbildausweis zur geheimen Wahl schreiten. Ob sie Andreas Babler oder Berthold Felber die Stimme geben - wir erfahren es in Bälde. 

  • |Johanna Hager

    609 von 623 Delegierten sind anwesend - die geheime Wahl beginnt

    Zuvor hieß es von offizieller Stelle, es seien 607. Das ist insoferne wichtig, als dass es nun um die Abstimmung geht. 

    Knapp 89 Prozent stimmten 2023 für Andreas Babler, seine Vorgängerin Pamela Rendi-Wagner erhielt 2021 75,3 Prozent

  • |Johanna Hager

    Marterbauer hat das Schlusswort

    Der SPÖ-Finanzminister Markus Marterbauer hat das letzte Worte ehe es zur Abstimmung kommt. Er weist auf die Notwendigkeit der Budgetkonsolidierung hin. 

    Nun wird mittels Delegiertenstimmen wieder abgestimmt. 

    BUNDESPARTEITAG DER SPÖ: Doris BURES (SPÖ)
  • |Johanna Hager

    Kucher zitiert Bachmann

    Der Kärntner und SP-Klubchef Philip Kucher erneuert das Bild der SPÖ, sie habe es sich nicht leicht gemacht und auch nicht weggeduckt im Gegensatz zu FPÖ-Chef Herbert Kickl als es um die Regierungsverhandlungen ging. Kucher zitiert Ingeborg Bachmann: "Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar."

    Die Wahrheit sei, dass die SPÖ für das finanzielle Desaster auch im Gesundheitssystem nicht verantwortlich sei - wohl aber jetzt Verantwortung übernimmt. 

  • |Johanna Hager

    "Werkbank ist besser als Parkbank"

    Gewerkschafter Willi Mernyi bricht erneut eine Lanze für die Erbschaftssteuer. Es gehe darum, dass Menschen an die Werkbank kommen und nicht auf der Parkbank sitzen, weil sie nicht zu arbeiten haben. Auch die SPÖ sei unzufrieden, aber im Gegensatz zu allen anderen Parteien "tun wir etwas dagegen". 

    Die letzten drei Wortmeldungen werden avisiert - dann geht es zur Abstimmung. 

  • |Johanna Hager

    "Österreich hat ein Einnahmenproblem"

    Kai Jan Krainer bekommt für seinen ersten Satz bereits Applaus. Entgegen der Koalitionspartner ÖVP und Neos spricht Krainer davon, dass Österreich ein Einnahmenproblem - kein Ausgabenproblem habe. Krainer spricht die Überalterung der Gesellschaft an, die zu erwartenden steigenden Gesundheitskosten und das Pensionssystem.

    Krainer beendet seine Wortmeldung mit einer Spitze gen Neos. Er spricht die Rückholaktion der in Dubai gestrandeten Österreicher an und empfiehlt Außenministerin Beate Meinl-Reisinger ohne diese zu nennen, dass man jenen, die aus Steuererleichterungsgründen in Dubai leben beim Einsteigen in den AUA-Flieger an die zu zahlende Steuer in Österreich erinnern möge.

  • |Johanna Hager

    Holzleitner appelliert, mehr zuzuhören

    Ob Andreas Mailath-Pokorny, Paul Stich oder Evelyn Regner - die 607 Delegierten und 1.059 Gäste sind unaufmerksam und laut. Eva-Maria Holzleitner bittet deshalb um mehr Aufmerksamkeit und Ruhe im Saal. 

     

    Michael Häupl, ehemaliger SPÖ-Chef Wiens und mehr als 23 Jahre lang Bürgermeister der Bundeshauptstadt (1994-2018)

  • |Johanna Hager

    "Du Fotze, du Sohn einer Hure,..."

    Mario Lindner, bekennender Homosexueller, verliest am Rednerpult Nachrichten, die er ob seiner Sexualität bekommt. Die Sozialdemokratie habe die Brandmauer für die LGBTQIA+ Community zu sein und für die Frauenrechte einzusetzen. 

     

  • |Johanna Hager

    Langsam füllt sich der Saal wieder

    Aktivistinnen, Genossinnen und Mandatarinnen betreten die Bühne, stehen für Frauenrechte ein, für das Völkerrecht und stellen beispielsweise klar, dass sie Lercher heißen, aus der Steiermark kommen und für Amdreas Babler sind. Die Replik auf den Babler-kritischen SPÖ-Chef der Steiermark, Max Lercher, wird mit Applaus quittiert.

  • |Johanna Hager

    Ein weiblicher Gast tritt ans Rednerpult

    Sie darf aus Geschäftsordnungsgründen gar nicht sprechen - tut es aber doch. Erst, nachdem Holzleitner sie mahnt, geht der Gast von der Bühne ab.

  • |Johanna Hager

    Muchitsch & Scholten

    Josef Muchitsch will das "Haus Österreich" sanieren - mit einer "starken Partie", über die die Bundesregierung dank der SPÖ verfüge.

    Auch Muchitsch kritisiert die öffentliche Personaldebatte der vergangenen Wochen und fordert auf, ein starkes Votum abzugeben für Andreas Babler. Muchitsch will "Stärke und Geschlossenheit" spüren. 

    Rudolf Scholten erinnert, dass viele Parteitage als "historisch" galten, dass oft Rückhalt eingemahnt wurde - doch nun komme es darauf an. 

  • |Johanna Hager

    Justizministerin Anna Sporrer will für "Gerechtigkeit und Ordnung" einstehen

    Als "Advokatin der Gerechtigkeit" will sich Sporrer verstanden wissen. In Asylfragen will sie sich "Hass und Hetze" entgegenstellen, in Frauenfragen will Sporrer, die wie ihre Vorgänger auf den Frauentag (8.3.) verweist, auf vier Worte aufmerksam machen. "Nur Ja heißt Ja". 

  • |Johanna Hager

    Peter Kaiser ist am Wort

    ... doch ob der Mittagspause hört ihm kaum jemand zu. Nach 52 Jahren wird Kaiser Ende des Monats seine politischen Ämter zurücklegen. Er mahnt, die Delegierten mögen ein Zeichen der Geschlossenheit geben. 

    Babler und Kaiser umarmen sich herzlich in einer festlichen Umgebung.

    Babler bedankt sich bei Kärntens SPÖ-Landeshauptmann Peter Kaiser

  • |Johanna Hager

    Die Diskussion der Rede beginnt

    und die ersten Delegierten verlassen den Saal, um sich mit Kaffee und Co zu versorgen.

  • |Johanna Hager

    Babler geht von der Bühne ab und kommt retour

    ... um sich nochmals stehend und verneigend, die Hand auf die Brust schlagend bei den Delegierten im Saal für die Aufmerksamkeit zu bedanken. 

  • |Johanna Hager

    Babler spricht im Stakkato und das Schlusswort

    Entschlossenheit, Geschlossenheit sei jetzt die Losung -  er wünsche sich einen starken Parteitag. "gehen wir gemeinsam in eine schönere, in eine bessere Zeit", ruft Babler nun nach seiner knapp einstündigen Rede und die Anwesenden quittieren es mit stehenden Ovationen und Rufen. 

  • |Johanna Hager

    "Immenser Vertrauensverlust"

    Gen Ende seiner Rede mag Babler "ganz offen sagen", dass nicht nur die Vorgängerregierungen, sondern auch die Sozialdemokratie Anteil an schlechter Stimmung hat. Babler bekennt, dass die SPÖ Fehler begangen hat - auch er. "Niemand, der führt, ist fehlerfrei."

    Andreas Babler spricht nicht die Berichte an, wonach Christian Kern heute als Gegenkandidat ins Rennen gehen wollte. Wie berichtet tut Ex-Kanzler und Ex-SPÖ-Chef Kern das nicht. 

    Dann spricht Babler, der in der Regierung für Medien zuständig ist, die mediale Berichterstattung. "Medien sind ein großer Bündnispartner gegen Algorithmen"

    SPÖ-Frauenvorsitzende Eva-Maria Holzleitner

  • |Johanna Hager

    "Leistung, Aufstieg, Sicherheit" - Babler zitiert Kreisky

    Es sei etwas "dramatisch aus den Fugen geraten", so Babler. Ein ATX-Manager verdiene heute das 81-fache seiner Mitarbeiter, 1,5 Millionen Menschen seien armutsgefährdet. Das sei nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern eine Frage der Demokratie. 

    Die Gesellschaft verändere sich zu einer, in der Wut herrsche, weil es zu viele Ungerechtigkeiten gebe. Man müsse Ungleichheiten ausgleichen, Leistungen kollektiv entlohnen.

    "Leistung, Aufstieg, Sicherheit", zitiert Andreas Babler einen seiner Vorgänger Bruno Kreisky. Der Kampf um gerechte Löhne für die Frauen sei nicht Angelegenheit der Frauenorganisationen, sondern aller Genossen. Wie bei anderen Parteiveranstaltungen streicht Babler die Wichtigkeit von starker Frauenpolitik hervor. 

    "Dieses Land wird nur besser sein, wenn Frauenrechte gestärkt werden."

  • |Johanna Hager

    "Werden jedem helfen, der Hilfe braucht"

    Vizekanzler und SPÖ-Chef Andreas Babler will, wie er bekundet, jedem helfen, aber geordnet. Egal, ob bei der Ankunft von Geflüchteten, sobald diese im Sozialsystem sind - egal ob im Gesundheitssystem, am Arbeitsmarkt oder im Schulwesen. 

    Es müsse neue Integrationsmöglichkeiten geben, es müsse schneller möglich sein, am Arbeitsmarkt einen Job zu finden. Ohne Migranten und "Gastarbeiter" könne Österreich nicht existieren, denn auch sie haben zum Wohlstand beigetragen. "Ohne sie wäre es finster in diesem Land", schreit Babler und anhaltendem Applaus.

  • |Johanna Hager

    Babler will Klartext reden -über Migration

    ... und zwar über Migration. Es sei Zeit, in die Offensive zu gehen. Nach 10, 15 Minuten an einer Tankstelle oder einem Familienfest, komme die Sprache nicht auf Teuerung, sondern auf Migration, so Babler. "Orden statt Spalten" - sei ein gutes Motto. Als Traiskirchner Bürgermeister habe er erfahren, was es bedeute, wenn "Chaos von oben" herrsche, wenn es keine Ordnung geben. "Ich lasse kein Kind im Dreck liegen", schreit Babler, der sich selbst "Andi Babler" nennt und ihn im Jahr 2015 zitiert.

    Babler sagt vieles jetzt "ganz ehrlich", will "ganz offen" etwas sagen und das laut. 

  • |Johanna Hager

    "Die SPÖ ist die Industriepartei", "das Kinderzimmer kein sicherer Ort mehr"

    Seit über einer halben Stunde spricht eher ruft Andreas Babler, dass die SPÖ die Industriepartei sei, dass sie die Interessen der Arbeiter vertrete. Dann springt Babler thematisch ins Kinderzimmer. Er selbst habe nicht immer ein solches gehabt, doch das Kinderzimmer von heute sei nicht mehr sicher. Wegen Social Media.

    Deshalb mache sich die SPÖ für ein Social Media-Verbot für Teenager stark. Keine Minute später gibt sich Babler als Kämpfer für das Gesundheitssystem und verweist - erneut darauf, dass ÖVP und FPÖ in der Vergangenheit in der Regierung - Reformen säumig geblieben sind. Dann ist plötzlich vom Attentat an einer Grazer Schule und dem Waffenverbot die Rede und von Femiziden.

    "Wir haben eine dramatisch hohe Zahl an Femiziden in diesem Land", setzt Babler fort. 

  • |Johanna Hager

    Wir müssen ohne Millionärsteuer auskommen - Die Debatte ist nicht beendet

    Der Vizekanzler ruft in den Saal, dass es eine Frage der Gerechtigkeit sei, dass es in Österreich eine Millionärrsteuer geben wird. Wenn nicht jetzt, dann werde es später aber jedenfalls kommen. "Die Debatte ist nicht beendet". Für ÖVP-Chef und Kanzler Christian Stocker kommt bekanntlich eine solche Steuer nicht infrage. 

    Als unmoralisch erachtet Babler die Preise am Energiesektor. "Der Markt regelt gar nichts", so Babler. "Wir schauen nicht zu, dass die Preise explodieren." Man habe aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt, man greife ein - das sei Teil der Verantwortung, dafür sei man gewählt worden. 

  • |Johanna Hager

    Es geht um die Wurst

    Immer und immer wieder beginnt Andreas Babler von vorne. Spricht von der Zeit nach der Nationalratswahl, von den schlechten Konjunkturdaten, der schlechten Stimmung und den großen Herausforderungen. Die Ausgangslage sei katastrophal gewesen. "Die Sozialdemokratie ist in den schwierigsten Zeiten aber immer da gewesen." 

    Er empfindet es als großartig, dass nun gerade Markus Marterbauer den Finanzminister der SPÖ stellt. "Er ist einer der besten Finanzminister, wenn nicht der beste", so der SPÖ-Chef, der an Rudolf Edlinger, den Finanzminister der SPÖ erinnert, der einst sagte: "Ich würde eher meinen Hund auf die Wurst aufpassen lassen, als die ÖVP auf das Budget."

  • |Johanna Hager

    Kickl als Kern-Thema

    Dann wird Babler langsamer im Sprechen, aber nicht minder laut und skizziert wie seine Vorredner, was passiert wäre, wenn Herbert Kickl und die FPÖ an der Regierung wären. Der SPÖ-Chef verweist zudem auf internationale Entwicklungen in den USA, in Ungarn und "über unseren Tellerrand" hinweg. 

    Am Anfang treffe es Feindbilder, Minderheiten und dann alle, ist Babler sicher. Orban, Trump, Kickl - das sei in einer Reihenfolge zu nennen. Bei den nächsten Wahlen werden die extremen Rechte geschlagen werden, ist der SPÖ-Chef überzeugt.

    Dann ruft Babler auf Englisch von der Bühne, er stehe überall auf der Welt der Opposition und Sozialdemokratie zur Seite. "Unser Ziel muss es sein, das Leben der Menschen zu verbessern."

  • |Johanna Hager

    "Fulminante Rede" einer Feministin

    Babler gratuliert Eva-Maria Holzleitner zum starken Votum an der Spitze der SPÖ-Frauen (98,2 Prozent) und lobt und ruft lautstark ihre Haltung aus. Sie sei eine starke Stimme des Feminismus. 

  • |Johanna Hager

    "Dicker roter Filzstift" und Kaisers letzter Parteitag

    "Es ist der erste Parteitag seit sieben Jahren, in der die SPÖ wieder in der Regierung ist" - stellt Babler nicht ohne Stolz fest. Es sei ein "hartes Stück Arbeit" gewesen, doch nun "können wir wieder gestalten". 

    "Ein dicker roter Filzstift hat sich im Regierungsprogramm wiedergefunden", so Babler, der gleich im Anschluss auf das Verdienst von Peter Kaiser, SPÖ-Landeshauptmann in Kärnten verweist. Die anwesenden Delegierten und Interessierten honorieren Kaisers Arbeit mit Standing Ovations. 

  • |Johanna Hager

    Babler beginnt mit "Mitgefühl"

    Andreas Babler spricht zuallerst von der Lage in Nahost, davon, den Österreicherinnen und Österreichern helfen zu wollen, wieder in die Heimat zu kommen. "Die Menschen im Iran haben ein Recht auf ein Leben in Freiheit."

    Babler intoniert - wie man es von Veranstaltungen dieser Größe kennt - er ruft seine Rede gleichsam hinaus und überschreit sich dabei teils. 

  • |Johanna Hager

    Schmidt am Seil, Hanke am Zug, Leichtfried am Hörer

    In einem kurzen Video - wieder in schwarz-weiß - treten alle Regierungsmitglieder auf, sei es in der Kletterwand, am Bahnsteig oder im Büro und loben aus, was die SPÖ im vergangenen Jahr geschafft hat. Dann tritt Babler auf die Bühne. Er spricht von der "Kraft des Gestaltungswillens", die er oben auf der Bühne spüre.

  • |Johanna Hager

    Kenntnisnahme via Delegiertenkarte

    Nun geht es um Formalia. Die Delegierten stimmem mittels Karten, die sie in die Höhe halten, über neu konstituierte und bestellte Gremien sowie Themeninitiativen und Statutenänderungen ab. Ab sofort wird es 9 statt wie bisher 8 Stellvertreter geben. 

  • |Johanna Hager

    Kommissionen berichten - 607 anwesende Delegierte

    In den kommenden Minuten berichten die unterschiedlichen Kommissionen über ihre Tätigkeiten, wird die Beschlussfähigkeit des Parteitages geprüft ehe Andreas Babler seine Rede halten wird. Von den 632 Delegierten sind 607 anwesend.

  • |Johanna Hager

    Italienische Grüße und "gute Nachrichten"

    Den Grußworten der italienischen Linksdemokratin Elly Schlein folgen "guten Nachrichten" von Christoph Matznetter, der über die finanzielle Lage der Partei berichtet. 

    "Freiheit von Schulden heißt auch, wir können ohne Angst leben für Wahlkämpfe"

  • |Johanna Hager

    Ludwig erinnert an Schwarz-Blau

    Anhand des Wohnbaus macht Michael Ludwig fest, wie wichtig es sei, dass die FPÖ nicht regiert. Er erinnert sich und damit den Saal an ÖVP-FPÖ-Koalitionen. 60.000 Bundeswohnungen seien nicht gebaut worden. 

    Das Gesundheitswesen will sich Ludwig, der zuletzt von Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna MIkl-Leitner und Burgenlands SPÖ-Landeshauptmann Hans Peter Doskozil in der "Gastpatienten"-Debatte heftig krisitiert wurde, nicht schlecht reden lassen. Lieber verweist er auf die "Patientenmilliarde" der ÖVP-FPÖ-Regierung, die nicht die erwünschte Ersparnis brachte.

  • |Johanna Hager

    "Schwere Brocken"

    Michael Ludwig spricht "schwere Brocken" an, die die jetzige Bundesregierung wegzuräumen hat. Es wundere ihn, warum die Grünen, die der vorangegangen Regierung angehörten, nun so viele Ideen hätten. Seinen kritischen Worten folgt Applaus. 

    Kurz vor 10 Uhr erklärt Wiens Bürgermeister, warum es so wichtig war, dieser Regierung anzugehören. Um jene mit FPÖ-Chef Herbert Kickl zu verhindern, der "das System" ändern will. Ludwig appelliert, froh zu sein über das System der Sozialpartnerschaft, der freien Medien,... Eine Partei, die so agiere, sei kein Regierungspartner für die Sozialdemokratie. Für das Erneuern der Vranitzky-Doktrin (keine Koalition der SPÖ mit der FPÖ) bekommt Wiens Bürgermeister erneut Applaus. 

  • |Johanna Hager

    Ludwig zu Neutralität und Wehrpflicht

    Michael Ludwig, Wiens Bürgermeister, ist als nächster am Rednerpult und mutmaßt bereits jetzt, dass der Parteitag ein besonders erfolgreicher werden wird. Nachdem er die Welt- und Kongressstadt Wien auslobt, mahnt er die Rolle der SPÖ auch als Friedensstifter ein. Autoritäre Systeme bekämen mehr und mehr Zuspruch, Wien könne ein Ort der Friedensgespräche sein. Die Neutralität, sagt Ludwig in diesem Zusammenhang, müsse erhalten werden. "Wir müssen unsere Neutralität erhalten". 

    Ludwig spricht sich für ein starkes Heer und dezidiert gegen eine Wehrpflicht für Frauen aus. Die eigentliche Frage - einer Verlängerung der Wehrpflicht, wie derzeit von ÖVP-Chef und Kanzler Christian Stocker propagiert - beantwortet er nicht. 

     

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